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Verteidigungsbereitschaft

"Schweden im Angriffsfall ungeschützt"

Publicerat måndag 15 juli 2013 kl 09.30
Gotland - schwedischer Vorposten in der Ostsee

Die Ostseeinsel Gotland als Einfahrtstor zu Schweden ist militärisch unzureichend gesichert und wäre im Falle eines Angriffs aus östlicher Richtung eine leichte Beute. Das betont der verteidigungspolitische Sprecher der Liberalen, Allan Widman. Nun gelte es, den Hafen in Slite rasch umzubauen, um ihn bei einem plötzlichen Kriegsausbruch zerstören zu können.


 

Der Hafen in Slite ist alles andere als abgetakelt. Erst 2010 wurde der neue, massive Kai eingeweiht. Die Finanzierung besorgte größtenteils das russisch-deutsche Gaskonsortium Nordstream, im Zuge des Baus seiner umstrittenen Ostsee-Pipeline, bei der Gotland eine wichtige Rolle spielt. Dass die Ostseeinsel auf diese Weise fast umsonst einen hochmodernen Tiefhafen bekommen hat, ist für Allan Widman aber kein Grund zur Freude. Potenzielle  Angreifer lade man nun förmlich ein: „Wir haben einen sehr großen Kai gebaut – gerade dort, wo Angriffe auf Gotland und Schweden von Osten her am wahrscheinlichsten wären“, so der Politiker im Schwedischen Fernsehen.

Gefährliche Entwicklung

Dass sich Gotland als östlicher Vorposten Schwedens dem möglichen Feind so unbekümmert darbietet, ist laut Widman gerade mit Blick auf die massiven Einsparungen im schwedischen Verteidigungshaushalt fatal. Noch bis vor wenigen Jahren fuhren die Streitkräfte auf Gotland im wahrsten Sinne des Wortes schwere Geschütze auf: Mit Panzertruppen, einem Luftwaffengeschwader, mit Küstenartillerie und Tausenden Wehrpflichtigen war die strategisch wichtige Insel das landesweit am stärksten militarisierte Gebiet. Heute sind gerade noch ein paar Hundert Soldaten in der Heimwehr geblieben. Doch die aktuelle Entwicklung in Russland sei Besorgnis erregend, so Widman. Die Kombination aus Demokratieabbau und rascher Aufrüstung sei für Schweden eine wachsende Gefahr.

Keine Sprengkammern

Dieser Gefahr müsse der Hafen von Slite Rechnung tragen. Widmman fordert den Einbau von Hohlräumen, so genannten Sprengkammern, die jahrzehntelang beim Bau von Brücken oder Häfen in Schweden selbstverständlich waren – als strategische Maßnahme, um die Anlagen im Falle eines Militärangriffs rasch zerstören zu können und dem Feind so den Zutritt zu verwehren. Die moderne Hafenanlage in Slite, entstanden zu Zeiten umfassender Abrüstung, enthält solche strategischen Hohlräume nicht. Laut Allan Widman ist es nun höchste Zeit, das zu ändern: „Solange wir noch Zeit und Geld haben, sollten wir dîe Sache angehen. Meiner Meinung nach ist das eine der wichtigsten Verteidigungsmaßnahmen, die wir hier in Schweden derzeit treffen können."

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