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Stromlos in Schweden

Publicerat måndag 14 februari 2005 kl 11.02

Gerade einmal vier Wochen ist es her, dass ein starker Sturm weite Teile des südwestschwedischen Stromnetzes lahm legte. Bis zum vergangenen Wochenende warteten immer noch Tausende auf Strom. Doch nun sind es wieder mehr. Nach dem nochmaligen Wintereinbruch in Süd- und Mittelschweden am Wochenende waren vorübergehend 30.000 vom Stromnetz abgeschnitten. Die Energiekonzerne weisen erneut die Verantwortung von sich.

Die Geschichte des schwedischen Strommarktes ist eine Geschichte mit vielen Wiederholungen. Allein in den vergangenen zehn Jahren gab es 14 massive Stromausfälle im Land, jedes Mal waren Tausende, manchmal sogar Zehntausende von Stromkunden betroffen. Und immer wieder wurde Kritik laut an den unzureichend gesicherten Elektrizitätsleitungen.

Carl Lundquist und Kristina Juter aus Skåne in Südschweden sind – milde ausgedrückt – verwundert über die Unfähigkeit ihres Energielieferanten, das Stromnetz unwetterfest zu machen: „Schon zum zweiten Mal in diesem Winter haben wir tagelang keinen Strom. Gerade mal drei Zentimeter hat es geschneit und schon bricht das Netz zusammen. – Wir Älteren sind gezwungen, Holz zum Heizen zu kaufen. Wir wundern uns über Sydkraft. Diese Situation hätten die ja wohl besser meistern können.“

Vollmundige Versprechen
Fast einen Monat lang hatte es gedauert, bis das Rentnerpaar aus Südschweden wieder am Stromnetz angeschlossen war. Der Sturm Anfang Januar hatte nicht nur Schwedens Wald hektarweise umgemäht, auch etliche überirdisch verlaufende Elektrizitätsleitungen waren zerstört worden. Landesweit war die Betroffenheit groß. So versprach die Regierung unkomplizierte und umfassende Hilfe in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro, während die Energiekonzerne gelobten, die Stromleitungen alsbald unterirdisch zu verlegen.

Aber die Realität holte die Schweden schneller ein, als sie ihre Zusagen erfüllen konnten. Dennoch weist Roger Strandahl, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit beim Stromriesen Sydkraft, die Verantwortung für das neue Chaos zurück: „Es handelt sich hierbei um nicht-isolierte Leitungen. Aber diejenigen, die wir ausgewechselt haben, funktionieren einwandfrei. Wir bedauern zutiefst, dass Kunden, die gerade erst ihren Strom zurückbekommen haben, erneut ohne auskommen müssen. Mal sehen, was das Schneechaos für uns noch bereithält.“

Bald rollt die Prozesslawine
Und es wird noch einiges bereithalten, sowohl für die Stromkonzerne als auch für die Kunden. Denn mit jedem Tag, den die Schweden frierend in ihren dunklen Häusern sitzen, steigen die Regressforderungen an ihre Stromkonzerne. Die allgemeinen Geschäftbedingungen besagen bei den meisten Lieferanten: Wer 72 Stunden ohne Strom auskommen musste, bekommt die gesamte Jahresgrundgebühr erstattet.

Noch völlig offen ist dagegen, inwieweit die Unternehmen auch für Folgeschäden der Stromausfälle haften müssen. Auf Sydkraft, Vattenfall, Fortum und die anderen Energiekonzerne rollen nach dem Schneechaos nun womöglich massenweise Prozesslawinen zu.

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