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Forscher ohne Erklärung

Ratlosigkeit - 80 Prozent der Elchkälber gestorben

Publicerat tisdag 16 juli 2013 kl 08.08
„Es nimmt immer dramatischere Ausmaße an"
(2:41 min)
Dieses Kalb hat nur wenige Stunden gelebt (Foto: Mitt i naturen/SVT)

Das mysteriöse Sterben von Elchkälbern auf der Ostseeinsel Öland nimmt weiter zu. Wie das Schwedische Fernsehen berichtet, sind dort in diesem Jahr 80 Prozent der neugeborenen Elche gestorben. Viele von ihnen wurden auch tot geboren. Während der Elchbestand akut bedroht ist, rätseln Forscher und Tierärzte weiter über die Ursachen des Kälbersterbens.

Der Elchbestand auf der Ostseeinsel Öland war bisher für seine großen Bullen mit ihrem mächtigen Geweih bekannt. Doch seit vergangenem Jahr ist die Elchpopulation in akuter Gefahr. Die Hälfte der Elchkälber ist damals während der ersten Tage gestorben.

Tierarzt Jonas Malmsten zeigt dem Kamera-Team des Schwedischen Fernsehens ein totes Elchkalb. Es muss einige Stunden gelebt haben, denn es hat sich einige Meter von der Kalbungsstelle fortbewegt und ist dann zusammengebrochen.

Der Tierarzt gibt sich ratlos: „Es nimmt immer dramatischere Ausmaße an. 50 Prozent sind schon viel. Normal sterben je nach Jahreszeit und Klima 15- bis 20 Prozent.“

Spekulation über Zeckenkrankheit

Eine Erklärung für das Kälbersterben gibt es nicht. Tierarzt Malmsten kann nur spekulieren:„Wir haben eine Theorie über Krankheiten. Dieses Kalb hier ist jedoch zu jung dafür. Aber es gibt Krankheiten, die über Zecken übertragen werden, wie etwa Anaplasmose. Die haben wir bei vielen Elchen hier festgestellt.“

Unterdessen hat sich das Kälbersterben rapide verstärkt. Von 22 in diesem Jahr auf Öland geborenen Elchen sind 17 gestorben. Drei davon kamen gar tot auf die Welt.

Kennerth Gustafsson ist besorgt: „Ohne Kälber haben wir bald keinen Elchbestand“, sagt der Jäger. Derweil geht das Rätselraten über die Ursachen weiter. Auf dem Festland sterben auch erwachsene Elche, anscheinend an Vitaminmangel. Ob das Elchsterben dort mit dem Kälbersterben auf Öland zusammenhängt, ist nicht bekannt.

Schwimmer vom Festland

Auch die Theorie, dass der Elchbestand auf der Insel genetisch durch Inzucht bedroht ist, taugt nicht als Hinweis, da immer wieder Elche vom Festland nach Öland schwimmen. Eine Erklärung könnte das immer wärmere Klima sein. Für Elche sind Temperaturen über 15 Grad schon eine Zumutung und Öland ist für seinen Sonnenschein bekannt.

Doch erwiesen ist noch gar nichts. Forscher und Tierärzte untersuchen die Kadaver, markieren die Elche und untersuchen Veränderungen in den Lebensbedingungen – bisher ohne konkrete Hinweise. Unterdessen sterben immer mehr Elchkälber. Jäger und Ölandbewohner Kennerth Gustafsson blutet das Herz.

„Das ist furchtbar, und wir müssen herausfinden, woran das liegt. Das ist gar nicht gut.“

Mitt i naturen (SVT)/Dieter Weiand

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