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Statistik der Bestattungsunternehmen

Beerdigungen immer unbeliebter

Publicerat fredag 12 juli 2013 kl 12.37
"Das ist sehr unhöflich"
(2:39 min)
Das Interesse ist begrenzt

Die Zahl der Besucher bei Beerdigungen hat in Schweden kontinuierlich abgenommen. Dies belegt die Statistik des Verbandes der schwedischen Bestattungsunternehmen. Ethnologen und Kulturforscher erklären den Rückgang mit geänderten gesellschaftlichen Umgangsformen.

Nahmen Ende der 1980er Jahre in Schweden durchschnittlich 50 Menschen an einer Beerdigung teil, so sind es aktuell nur noch 25. Dieser Trend hält nach Angaben des Verbandes der schwedischen Bestattungsunternehmen weiter an. Jedes Jahr komme im Durchschnitt einer weniger.

Dies bestätigt auch Ingvar Biland gegenüber dem Schwedischen Rundfunk. Er ist Pfarrer im südschwedischen Jönköping:„Eine Beerdigung ist heutzutage mehr eine Familienangelegenheit als für den weiteren Bekanntenkreis.“

Die Entwicklung ist eindeutig. Christian Richette ist Ethnologe und Kulturhistoriker am Nordischen Museum in Stockholm. Er sieht Veränderungen in gesellschaftlichen Umgangsformen als Ursache:„Immer mehr Menschen pflegen instrumentell geprägte Kontakte miteinander. Familie und Verwandtschaft verlieren an Bedeutung. Diese haben auch nicht mehr so viele Mitglieder wie früher noch.“

Keine Zeit

Im angepassten und durchorganisierten Berufs- und Privatleben bleibt außerdem für eine Beerdigung kaum mehr Zeit. Zumal sich viele Arbeitgeber zieren, der Belegschaft frei zu geben. Damen mittleren Alters im stark christlich geprägten Jönköping sind jedoch über die Entwicklung bestürzt: „Ich bin geschockt. Das ist doch der letzte Schritt mit dem man dem Verstorbenen seine Ehre bezeugen kann. Es ist sehr unhöflich, nicht zu gehen“, meint Henriette Anderssen.

Rebecka Forsberg gibt ihr Recht: „Das ist doch schlimm, wenn die Leute nicht mehr miteinander umgehen und nicht mal zum letzten Abschied kommen. Das sagt viel über die Gesellchaft aus, in der wir leben.“

So ist es heutzutage immer weniger üblich, zu Beerdigungen von Arbeitskollegen zu gehen. Das bestätigt auch Christian Richette: „Man hat einfach nicht mehr die gleichen engen Verbindungen wie früher“, meint der Forscher. Gleichzeitig deutet die Bevölkerungsentwicklung darauf hin, dass immer mehr Schweden ihren Beruf um viele Jahre überleben und dabei den Kontakt zu ihren Kollegen verlieren. Mit der zunehmenden Modernisierung und Differenzierung der Gesellschaft wird sich auch die Form des Letzten-Abschied-Nehmens weiter verändern.

Jonatan Nilsson/Dieter Weiand

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