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Not macht erfinderisch

Dorfläden wehren sich gegen das Aus

Publicerat måndag 29 juli 2013 kl 08.00
"Ich möchte, dass der Laden bleibt"
(2:34 min)
Auch der Dorfladen in Huaröd muss ums Überleben kämpfen

Die Dorfläden der dünn besiedelten Regionen Schwedens sehen einer unsicheren Zukunft entgegen. Laut einer Umfrage der Organisation „Hela Sverige ska leva“ – also „Ganz Schweden soll leben“, glauben vier von zehn Dorfläden, dass sie die nächsten fünf Jahre nicht überstehen werden. Einige wollen sich jedoch dagegen wehren.

Solveig Larsson kann sich noch erinnern, als es in ihrem Dorf Gettjärn im westschwedischen Värmland einen Dorfladen gegeben hat. „Da konnte man einfach los, um noch was zu besorgen. Jetzt sind es zehn Kilometer“, erzählt sie dem Reporter des Schwedischen Rundfunks.

So wie Solveig geht es vielen Bewohnern auf dem Land. Ein Dorfladen nach dem anderen macht dicht. Die Besitzer schauen einer ungewissen Zukunft entgegen. Laut einer Umfrage bei 273 Dorfläden glauben fast die Hälfte (40 Prozent), dass sie innerhalb der nächsten fünf Jahre dicht machen werden.

Mit dem Dorfladen aber verlieren viele Landstriche auch noch die letzte Anziehungskraft. Dessen war sich auch Eva Ericsson bewusst. Die Behörden hatten ihr mitgeteilt, dass ihr Laden im värmländischen Östmark nicht mehr den Ansprüchen genüge.

Gemeinsame Investition

Doch anstatt die Flinte ins Korn zu werfen, hat sie sich mit dem Heimatverein zusammengetan. Man beschloss, gemeinsam etwas zu unternehmen. „Wir waren uns einig, dass wir etwas machen mussten, als die Tankstelle auch noch geschlossen hat. Der Laden sollte überleben, die Schule auch. Wenn es das nicht mehr gibt, geht es schnell bergab.“

Eva Ericsson hat mit Hilfe des Heimatvereins knapp eine Million Euro investiert – in einen neuen Dorfladen mit Tankstelle. Ein Wagnis, gesteht sie selbst ein. Aber sie musste diesen Schritt wagen, damit ihr Dorf überleben kann.

Ähnlich sieht das auch Olle Sahlin, der im nordschwedischen Trönö, bei Söderhamn einen Dorfladen betreibt:„Alles ist unsicher und wir nehmen es, wie es kommt. Wir machen viel nebenher. Wir fahren Waren aus. Wir machen auch Catering. Man muss jede Chance zum Überleben nutzen.“

Treue Kunden

Dabei kommt es natürlich auch auf die Kunden an - dass sie ihrem Laden treu bleiben und nicht zum Megasupermarkt fahren um einzukaufen. Das weiß auch Kicki Dellenwall Persson, die bei Olle Sahlin regelmäßig einkauft, wie sie dem Schwedischen Fernsehen erzählt: „Ich möchte, dass der Laden bleibt. Das ist wichtig für die Region“, sagt Kicki Dellenwall Persson und vergisst dabei nicht das Sortiment des Dorfladens zu loben. Sie ist ein gutes Beispiel für den kleinen Hoffnungsschimmer in der Umfrage: Sechs von zehn Dorfladenbesitzern spüren, dass sie von der örtliche Bevölkerung gut unterstützt werden.

Johan Prane (SR), Susanna Johansson (SVT)/Dieter Weiand

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