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Dicke Kinder in Schweden kränker als in Deutschland

Publicerat tisdag 16 juli 2013 kl 14.24
"Vielleicht liegt es an der Ernährung im Säuglingsalter"
(2:38 min)
Übergewichtige Kinder in Schweden häufiger Diabetesgefährdet

Mehr als jedes sechste übergewichtige Kind in Schweden befindet sich im  Vorstadium von Diabetes. Das ist drei Mal soviel wie bei dicken Kindern in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine vergleichende Studie des Karolinischen Instituts in Huddinge bei Stockholm. 

„Wir haben festgestellt, dass wesentlich mehr schwedische Kinder mit Übergewicht ein Vorstadium von Diabetes haben als Kinder in Deutschland“, erläutert Ernährungsspezialistin Emilia Hagman die Untersuchung gegenüber Radio Schweden.  

Allerdings ist wissenschaftlich weitgehend ungeklärt, was ein erhöhter Blutzuckerspiegel bei Kindern verursacht. Bei Erwachsenen ist ein erhöhter Nüchternblutzucker mit Risiken für Herz- und Gefäßkrankheiten, Krebs und erhöhter Sterblichkeit verbunden.

„Fettleibigkeit bei Kindern führt ja selten gleich zu Schlaganfällen oder Diabetes. Aber unsere Untersuchungen zeigen, dass sie diese Krankheiten später bekommen können. Vermutlich ist auch ihr Allgemeinbefinden schlechter als das anderer übergewichtiger Kinder.“

Negative Begleiterscheinungen

Die Wissenschaftler des Karolinischen Instituts haben die Daten von über 35.000 Kindern in einer schwedischen Datei für Übergewichtige – BORIS - und  dem deutschen Dokumentationsprogramm APV verglichen. Woran es liegt, dass die negativen gesundheitlichen Begleiterscheinungen bei Kindern in Deutschland geringer sind, muss noch genauer erforscht werden, sagt Emilia Hagman zu Radio Schweden.

„Wir wissen noch nicht warum. Wir untersuchen einerseits die Unterschiede zwischen Schweden und Deutschland. Wir untersuchen außerdem die Ursachen für einen erhöhten Nüchternblutzucker im jeweiligen Land.“

Stillen eine Ursache?

Möglicherweise seien die Unterschiede auf die Ernährung der Kinder im Säuglingsalter zurückzuführen, sagt Emilia Hagman. Zum Beispiel, wie lange die Kinder gestillt worden sind. Ob sie viel von dem in Schweden für Kleinkinder üblichen Haferschleim - „Välling“ - getrunken haben. Oder wieviel Sonneneinstrahlung die Kinder auf die Haut bekommen haben, um die Vitamin-D-Produktion anzukurbeln.

Später im Leben

„Ich glaube nicht, dass es eine einfache Lösung gibt“, sagt Emilia Hagman vom Karolinischen Institut. „Wir werden die Frage aus vielen verschiedenen Winkeln weiter erforschen. Unter anderem haben wir in Schweden eine Langzeitstudie, in der wir Jugendliche, die wir früher gegen Übergewicht behandelt haben, erneut untersuchen. Wir wollen wissen, wie es den Menschen, die als Kinder einen erhöhten Nüchternblutzucker gehabt haben, heute geht.“

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