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Bier

Vom Traditions- zum Trendgetränk

Publicerat torsdag 1 augusti 2013 kl 14.52
Verkaufsschlager: Lagerbier im untersten Preissegment
(3:21 min)
Vermutlich „Stor stark"

Das Interesse für Bier ist in Schweden auf dem Vormarsch. Die Zahl der kleinen Brauereien wächst und ist jetzt wieder so groß wie vor rund 100 Jahren. Cecilia Giertta ist Geschäftsführerin der Branchenorganisation der schwedischen Brauereien, „Sveriges Bryggerier“:

„Dem schwedischen Bier geht es heute so gut wie lange nicht mehr. Jeden Monat wird mindestens eine neue Brauerei gegründet. So läuft das schon seit drei Jahren. Ich kann mit gutem Grund sagen, dass das schwedische Bier sehr gefragt ist.“

Zur Zeit gibt es in Schweden nahezu 80 professionelle Brauereien, die ihre Erzeugnisse an die Gastronomie oder die staatliche Ladenkette für alkoholische Getränke, Systembolaget, abgeben.

Traditionsgetränk

Natürlich, Bier und Schnaps gehören traditionell zu den großen schwedischen Feiertagen. Das Gerstengetränk zum Weihnachts- oder Mittsommerbuffet ist ebenso obligatorisch wie zum Krebsfest Ende August. Aber auch beim Afterwork greifen die Schweden inzwischen nicht nur zum Weinglas sondern bestellen auch gern mal Bier.

Im vorigen Jahr wurden 388 Millionen Liter Bier verkauft. Der Verkaufsschlager bei Systembolaget ist ein helles Lagerbier im untersten Preissegment. Ein Gebräu, dass in schwedischen Kneipen typischerweise ganz anonym als „en stor stark“ – ein großes Starkbier – bestellt wird. 

Aber viele Schweden verweigern sich nunmehr dem „stor stark“ und wählen etwas Gepflegteres. Jüngere Verbraucher bestellen gern Indian Pale Ale - kurz „ipa“ genannt -, American Pale Ale –„apa“, Stout, Weizenbier oder auch mal Porter. Alle diese Sorten gibt es selbstverständlich auch aus schwedischer Herstellung.

Bei weitem nicht mehr jeder Gerstensaft ist ein Produkt der drei einheimischen Getränkeriesen Spendrups, Falcon und Pripps. In Systembolagets Regalen und den Kühlfächern der Gastronomie machen sich die Erzeugnisse von Dugges, Oppigård, Eriks, Nynäshamns Ångbryggeri und anderen kleinen Unternehmen zunehmend breit.

Hausgemacht

Hinzu kommen tausende von Freizeitbrauern: Vereine, Gruppen von Freunden und Einzelpersonen, die in der Küche oder im Schuppen Bier ansetzen und abfüllen.

Seit Mitte der 1990er Jahre schießen Mikrobrauereinen wie Pilze aus dem Boden. Viele sind buchstäblich Ein-Mann-Betriebe. Manche Hobbyherstellung ist zum Broterwerb geworden und die neuen Biermarken machen deutlich, dass es sich beim Flascheninhalt nicht um ein Großstadtprodukt handelt:

„Fast alle Brauereien in Schweden liegen auf dem Lande“, sagt Giertta. „Die Brauereien bevorzugen Grebbestad an der Westküste, Pilgrimstad in Jämtland, Sollefteå oder Kvänum in Skaraborg. Für diese Orte sind die Brauereien wichtig. Als Arbeitgeber und um den Namen des Ortes bekannter zu machen. Wer auf das Etikett schaut denkt, ‚Aha, dort gibt es eine Brauerei!‘.

Sicherlich gehört Schweden nicht zu den großen Bierländern, die Konkurrenz aus Tschechien, Deutschland und den USA ist gewaltig. Dennoch ist die schwedische Biertradition lang und am liebsten trinken die Schweden schwedisches Bier, versichert Cecilia Giertta:

„Die meistverkauften Biermarken bei Systembolaget komen aus Schweden. Umsatzmäßig kann das schwedische Bier sich durchaus mit der internationalen Konkurrenz messen.“

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