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Einzigartige Studie am Karolinska-institut

Arztgespräche mitentscheidend für das Wohlbefinden hinterbliebener Kinder

Publicerat onsdag 24 juli 2013 kl 10.32
"Der Zusammenhang ist sehr deutlich"
(2:10 min)
Viele hinterbliebene Kinder leiden unter schweren Depressionen

Der Tod eines Elternteils ist ein schwerer Verlust für die hinterbliebenen Kinder; viele von ihnen sind in ihrem späteren Leben von schweren Depressionen betroffen. Offenbar hat jedoch die Art und Weise, wie das Pflegepersonal und die verantwortlichen Ärzte mit den Angehörigen reden und sie über die Umstände des Ablebens informieren, großen Einfluss auf das spätere Wohlbefinden der Kinder.

Eine neue, in Schweden bislang einzigartige Studie am Karolinska-Institut hat untersucht, welchen Einfluss die Informationspraxis der Ärzte haben kann. Das Ergebnis: Kinder, die kein Vertrauen in die Behandlung ihrer an Krebs erkrankten Eltern hatten, waren später im Leben doppelt so häufig von Depressionen betroffen.

„Es ist fast unglaublich, wie stark die Zusammenhänge hier sind“, sagt die Forscherin Tove Bylund Grenklo, die die Studie mit durchgeführt hat, dem Schwedischen Rundfunk. „Die Jugendlichen hatten so viele Fragen, etwa ob die Ärzte auch wirklich alles versucht haben, um ihre Eltern zu retten.“

Über 600 junge Menschen, die im Alter von 13 bis 16 Jahren einen Elternteil verloren hatten, wurden in der Studie untersucht. Ein Viertel der Jugendlichen, die kein Vertrauen in die medizinische Betreuung ihrer Eltern hatten, litt später unter schwereren Depressionen. Bei denen, die Vertrauen in die Behandlung hatten, war nur ein Zehntel betroffen.

„Es hat den Anschein, dass es denjenigen am schlechtesten ergeht, die lediglich nach dem Tod der Eltern einen Arzt treffen konnten. Das Bedürfnis der Familie, zu mehreren Gesprächen eingeladen zu werden, sollte ernster genommen werden“, so Bylund Grenklo.

Laut dem schwedischen Krankenpflegegesetz sind die Gesundheitseinrichtungen zur Information und Unterstützung von Kindern mit schwerkranken Eltern verpflichtet. Es obliegt dabei dem Krankenhauspersonal zu identifizieren, welche Bedürfnisse jeder einzelne Angehörige hat.

Laut der Forscherin hat das Gesundheitswesen dabei noch einigen Nachholbedarf: „Wir brauchen bessere Strukturen. Deutliche Routinen, wie Familien unterstützt und informiert werden. Es müsste beispielsweise feste Kontaktpersonen für die Kinder geben.“

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