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Preis für Zivilcourage

Raoul Wallenberg-Preis für Jugendorganisation gegen Fremdenhass

Publicerat tisdag 27 augusti 2013 kl 13.58
"Mehr Menschen sollten eingreifen"
(2:25 min)
Richtungsweisend: Siavosh Derakhti

Der erste schwedische Raoul Wallenberg-Preis ist heute dem 22-jährigen Siavosh Derakhti aus Malmö verliehen worden. Die Raoul-Wallenberg-Academy belohnt damit seinen Einsatz gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit.

„Mit einem Idol wie Raoul Wallenberg verglichen zu werden, ist eine große Ehre“, freut sich Derakhti. „Die Würdigung inspiriert zu mehr Engagement gegen Rassismus und ermuntert dazu, dass mehr junge Menschen Fremdenfeindlichkeit und alle Arten von Rassismus bekämpfen.“

Raoul Wallenberg hatte als Diplomat in Budapest gegen Ende des Zweiten Weltkrieges Tausende von Juden vor der Deportation gerettet. Wallenberg selbst wurde von sowjetischen Behörden nach Moskau verschleppt und starb vermutlich 1947 in einem russischen Gefängnis.

Vorbild Wallenberg

Der nach ihm benannte Preis ist mit umgerechnet knapp 15 000 Euro dotiert und wird in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen. Er soll Menschen belohnen, die in Schweden im Sinne Raoul Wallenbergs arbeiten. Vor allem hat man dabei Menschen im Blick, die Kinder und Jugendliche über Fremdenhass informieren.

Vor drei Jahren reagierte Siavosh Derakhiti mit der Gründung der Vereinigung „Unga muslimer mot antisemitism“ (Junge Muslime gegen Antisemitismus) auf Angriffe gegen Juden in Malmö. Inzwischen ist die Organisation in „Unga mot Antisemitism & Främlingsfientlighet“ (Jungendliche gegen Antisemitismus & Fremdenfeindlichkeit) umbenannt. Die Mitglieder halten Seminare, Treffen und Workshops ab. Dabei arbeiten sie vor allem mit Kindern und Jugendlichen in Schulen. In Zukunft wolle man sich verstärkt auf die Zielgruppe Lehrer, Politiker und Beamte konzentrieren, erzählt Derakhiti Radio Schweden. Ziel ist, das Verständnis zwischen den Bevölkerungsgruppen in Malmö zu verbessern.

Anfeindungen

„Zur Zeit reagieren die meisten sehr positiv, wenn sie mit unserer Vereinigung in Kontakt kommen. Aber wir erhalten leider auch ein ganze Menge Drohbriefe und –mails. Trotzdem lasse ich mich nicht einschüchtern und mache weiter.“

Siavosh Derakhti vermisst sozialen Mut in Schweden: „Ich glaube, in unserer Gesellschaft gibt es zu wenig Zivilcourage. Ich will ein Vorbild sein und dafür wirken, dass mehr Bewohner von Malmö und von ganz Schweden eingreifen, wenn es nötig ist.“

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