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Schwedisch-russische Untersuchungs-Kommission

Suche nach der Wahrheit über Raoul Wallenberg

Publicerat onsdag 26 juli 2000 kl 12.58
Raoul Wallenberg (undatiertes Foto)

Zum ersten Mal werden Angaben aus Russland bekannt, nach denen Raoul Wallenberg keines natürlichen Todes gestorben ist.

Der schwedische Diplomat Raoul Wallenberg hat in Budapest während des Zweiten Weltkriegs zehntausende ungarische Juden vor den Todeslagern der Nazis gerettet. In der schwedischen Botschaft stellte er ihnen Pässe aus, damit sie nach Schweden fliehen konnten. Als die Rote Armee in Budapest einmarschierte, verschwand er im Hauptquartier der Sieger-Armee. Seither ist sein genaues Schicksal ungeklärt. Jetzt gibt es neue Informationen, die darauf hindeuten, dass Wallenberg möglicherweise von den Stalinisten ermordet wurde.

Offizielle russische Lesart des Schicksals von Raoul Wallenberg war bisher immer, dass er 1947 an einem natürlichen Tod, an Herzinfarkt gestorben sei, im Alter von 35 Jahren. Neue Angaben aus Moskau deuten darauf hin, dass Wallenberg von den Stalinisten ermordet worden ist.

Jan Lundvik, im schwedischen Außenministerium verantwortlich für eine gemeinsame Untersuchungs-Kommission mit russischen Behörden, zum Schicksal von Raoul Wallenberg.  „Sie halten nicht mehr fest an der Version, dass er eines natürlichen Tods gestorben sei – mehr nicht. Wir hatten ja diese Version des natürlichen Tods nie geglaubt. Dass die Russen diese Einschätzung teilen, betrachten wir als positiv, aber nicht sonderlich überraschend.“

Unklarheiten

Für Lundvik ist das Schicksal von Wallenberg damit allerdings immer noch unklar. Denn die neuen Angaben aus Russland sind unsicher, und es gibt auch keine Informationen über Zeitpunkt oder Ort für den möglichen Mord an Wallenberg.

„Diese Angaben müssen wir anderen gegenüberstellen, die besagen, dass Raoul Wallenberg später noch am Leben gewesen sein soll. Und das ist ja etwas, was schon in der schwedischen Dokumentation von 1956 behauptet wird. Aus Zeugenaussagengeht hervor, dass er sich Anfang der fünfziger Jahre im Gefängnis von Wladimir befunden haben soll.“

Bis im November will die schwedisch-russische Untersuchungs-Kommission in Sachen Wallenberg ihren Abschluss-Bericht vorlegen. Fest steht inzwischen, dass die russischen Behörden 1947 die Akte Wallenberg geschlossen haben.

Damit ergeben sich drei Möglichkeiten:

  • der schwedische Diplomat wurde zu diesem Zeitpunkt freigelassen,
  • Raoul Wallenberg wurde ums Leben gebracht
  • er lebte unter anderem Namen in einem Lager in Sibirien weiter.

Eine sichere Antwort auf die Frage nach dem Schicksal von Raoul Wallenberg ist aber eher unwahrscheinlich.

Markus Wetterauer 

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