Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Ericsson schlieβt Werk in Nynäshamn

Publicerat tisdag 22 februari 2005 kl 16.15

Standortschlieβung trotz Milliardengewinne: Für Mitarbeiter und Gewerkschafter bei Ericsson in Nynäshamn waren Entsetzen und Empörung groβ, als die Konzernleitung mitteilte, das Werk zu schlieβen. 463 Angestellten droht die Kündigung. Der Telekom-Konzern folgt mit diesem Entschluss aber einer Entwicklung, die längst in Gang ist. Denn auch andere schwedische Konzerne wie Electrolux, Scania und Telia haben zwar gute Gewinne eingefahren, aber immer mehr Personal entlassen.

Ramaskri, nennt man auf Schwedisch den Aufschrei der Empörung. Der Ramaskri war deutlich zu vernehmen in Nynäshamn, der Stadt an der Ostsee mit knapp 25.000 Einwohnern. Erst der Truppenabbau beim Militär: etwa 600 Arbeitsplätze gestrichen. Dann die Schlieβung des Ericssonswerkes: 463 Jobs. Und das, wo doch Ericsson in der Vergangenheit schon mal das Personal in Nynäshamn reduziert hatte: um 250 Stellen nämlich. Bürgermeister Ilija Batljan:

„Ich bin völlig schockiert. Wir stehen ein- bis zweimal im Monat mit Ericsson in Verbindung, und wir haben überhaupt nichts von der Schlieβung gehört. Wir waren wirklich in dem Glauben, Ericsson in Nynäshamn hätte eine Zukunft.“

Ericsson und Zukunft in Nynäshamn: Das soll also nicht mehr passen, wenn es nach der Konzernleitung geht. Und auch die Beschäftigten können nicht nachvollziehen, wie das zusammengeht: Milliardengewinne und Streichungen.

„Es ging doch gut für Ericsson und wir dachten, das ist doch was Positives, sagt Annika Ryd. „Mit diesem Bescheid hätte keiner von uns gerechnet.“

Neue Produkte und weniger Personal

Erst vor zwölf Tagen hatte Ericsson die Ergebnisse für das vergangene Jahr vorgelegt. Die Gewinne waren höher ausgefallen als erwartet: Nämlich drei Milliarden Euro. Und jetzt die Schlieβung bekannt zu geben, ungünstiger hätte der Zeitpunkt kaum sein können. Doch für den Produktionschef von Ericsson ist dies nur ein scheinbarer Widerspruch. Jan Wassenius hält das Vorgehen für plausibel:

„Ich kann verstehen, dass das hinterlistig erscheinen mag, aber diese Entscheidung hängt mit den neuen Produkten zusammen und nicht mit den Resultaten des letzten Jahres. Die neuen Produkte können mit weniger Aufwand gefertigt werden, und das bereiten wir gerade vor.“

In Nynäshamn werden Basisstationen für Handys gefertigt. Für die neuen Modelle würden also weniger Einzelteile benötigt, das heiβt weniger Arbeitsschritte, das bedeutet: weniger Personal.
Die Metallgewerkschaft kann den Beschluss der Schlieβung ebenfalls nicht nachvollziehen und appelliert an die soziale Verantwortung des Konzerns. Doch der folgt den Gesetzen des Marktes und das bedeutet sicher auch künftig: weniger Personal. Gleichwohl will Ericsson mehr in Forschung und Entwicklung investieren. Und in diesen Bereichen wird auch neues Personal benötigt, meist weltweit. Aktuell sucht der Konzern 115 neue Mitarbeiter, nur 25 davon in Schweden.

Katja Güth

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min Lista".