Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Entscheidung gefallen: breitere Palette bei Saab

Publicerat fredag 4 mars 2005 kl 17.10

Ein halbes Jahr der Ungewissheit, Spekulationen und Machtkampf zwischen Opel in Rüsselsheim und Saab in Trollhättan gingen heute vorbei: Der neue Mittelklassewagen, Nachfolger des Saab 9-3 und des Opel Vectra, wird in Rüsselsheim gebaut. Schon seit längerem war genau über diese Lösung spekuliert worden. Und so war die heutige Entscheidung keine so große Überraschung.

Der Vorsitzende von General Motors Europe, Fritz Henderson hatte tröstende Worte für die Saab-Mitarbeiter. Das Unternehmen aus Detroit stehe weiterhin hinter Saab und der Fabrik in Trollhättan.

„Wir hängen an der Marke Saab, an deren Integrität, an unseren Mitarbeitern hier in Schweden. Wir müssen erfolgreich sein, erstens mit der Marke, aber gleichzeitig mit dem Geschäft. Die Saabkunden sind sehr wichtig für General Motors. Das so genannte Premiumsegment ist ein schnell wachsender Markt in der Automobilindustrie. GM ist dort unterrepräsentiert. Saab ist eine sehr wichtige Marke für unsere Position im globalen Automobilmarkt.“

Deshalb solle die Produktpalette Saabs in Zukunft ausgeweitet werden. Bereits vor einigen Tagen hatte General Motors zugesagt, den neuen Cadillac ab 2006 in Trollhätten bauen zu lassen. Und auch der neue Saab-Sportkombi wird in Schweden vom Band laufen. Der Standort Trollhättan ist somit bis 2010 gesichert, erklärte Fritz Henderson. Was danach kommt, sei jetzt noch nicht abzusehen, doch das gelte für die gesamte Automobilindustrie.

Rüsselsheim effizienter
Sowohl Saab als auch Opel hätten starke Geschäftskonzepte vorgelegt und großen Einsatz gezeigt, hob Fritz Henderson hervor. Letztendlich biete Rüsselsheim aber die besseren Bedingungen für die Produktion von jährlich 300000 Mittelklassewagen.

„Das Ergebnis ist abhängig von sehr vielen Faktoren: Kapazität, Investitionen, Lohnkosten, Standort-Effizienz und Flexibilität, Arbeitszeiten, Logistik, Währungsfragen, um nur einige zu nennen.“

Entscheidend für die Wahl Rüsselheims sei schließlich gewesen, dass der Standort kosteneffizienter sei.

Trollhättan nicht der groβe Verlierer
Schwedens Wirtschaftsminister Thomas Östros zeigte sich trotz der Absage recht zufrieden mit der Entwicklung für Saab.

„Es gibt Anlass zu Optimismus. Denn das, wovor sehr viele Angst hatten, dass die Fabrik in Trollhättan geschlossen wird, ist nicht eingetreten. Das Blatt hat sich gewendet und nun wird der Standort hier weiterentwickelt. Nicht zuletzt dank der guten Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaften, Geschäftsleitung, Region und Regierung.“

Die Tatsache, dass in Trollhättan jetzt Prestigemarken gebaut werden, so Östros, sei eine gute Basis für die zukünftige Automobilproduktion.

Verhaltene Freude bei Opel
Deutsche Medien hatten schon länger spekuliert, dass Rüsselsheim den Zuschlag bekommen würde. Entscheidender Vorteil war wohl auch, dass dort bereits ausreichend Kapazitäten existieren.

Die Mitarbeiter von Opel freuen sich natürlich über den Bescheid, dass ab 2008 der neue Mittelklassewagen in Rüsselsheim gebaut wird, erklärt der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz.

„Sie freuen sich aber auch deshalb, weil es nicht eine Entscheidung gegen Saab in Trollhättan ist, sondern dass beide Standorte eine Zukunftsperspektive haben. Und ich möchte es auch sehr ehrlich und klar sagen: Wir hätten in Deutschland keinen Zukunftsvertrag unterschrieben, wenn Saab in Trollhättan geschlossen worden wäre. Und worauf wir sehr stolz sind, dass wir einen sehr offenen Prozess hatten, wo beide, Svenska Metall und wir als IG Metall, die Bücher offen gelegt haben, unsere Angebote offen gelegt haben, und dass unsere Abmachung, keiner geht unter nationale Tarifverträge, eingehalten wurde. Ich glaube, da können wir als Europäer insgesamt stolz darauf sein.“

Die Sektkorken knallen aber trotzdem nicht bei Opel. Die Freude ist gedämpft. Denn immerhin verlieren demnächst 6000 Menschen ihren Job.

Wibke Kaminski

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min Lista".