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Intersexualität

Unbestimmtes Geschlecht bleibt amtlich unberücksichtigt

Publicerat tisdag 24 juni 2014 kl 13.27
"Am liebsten gar keine amtliche Geschlechtsbezeichnung"
(1:43 min)
Noah Nord ist intersexuell (Foto: Hugo Rennéus / P3 Nyheter)

Die amtliche Einführung eines dritten Geschlechts wird in Schweden von den meisten politischen Parteien weiterhin abgelehnt. Die Betroffenen zeigen sich enttäuscht.

 „Geschlecht unbestimmt“ – diese amtliche Bezeichnung, seit November letzten Jahres in Deutschland offiziell eingeführt, wird es in Schweden bis auf weiteres nicht geben. Obwohl es im allgemeinen Sprachgebrauch als „hen“ bereits gang und gäbe ist, werden intersexuelle Personen in dem ansonsten in diesen Dingen sehr fortschrittlichen Land weiterhin damit leben müssen, entweder Mann oder Frau zu sein.

Wie der Schwedische Rundfunk in einer Umfrage ermittelte, sind mit Ausnahme der Linkspartei und der Grünen alle im Reichstag vertretenen Parteien skeptisch oder gegen die amtliche Einführung des Dritten Geschlechts.

"Technisch zu anspruchsvoll"

Was also in Deutschland, aber auch Australien, Südafrika und Indien eine Selbstverständlichkeit darstellt, stößt in Schweden auf unüberbrückbare bürokratische Hindernisse. Es sei rein technisch eine zu große Reform, das Dritte Geschlecht in Datenbanken wie dem Personennummernregister umzusetzen, wurde bei der Umfrage angegeben.

Für die Betroffenen in der Bevölkerung sind diese Dinge nicht nur eine praktische sondern auch eine prinzipielle Problematik. Noha Nord, eine intersexuelle Person, stellt die juristische Unterteilung von Geschlechtern an sich in Frage:

”Ich hätte am liebsten gar keine amtliche Geschlechtsbezeichnung, denn ich sehe darin keine sinnvolle Funktion.“, sagt Noah. „Wozu die juristische Unterscheidung? In den meisten Fällen spielt dies doch gar keine Rolle. Wir geben in vielen Formularen einfach Mann oder Frau an, ohne darüber nachzudenken, wozu diese Frage überhaupt relevant sein soll.“

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