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Schwedens alter Baumbestand wächst

Publicerat onsdag 19 november 2014 kl 15.07
Härtere Strafen für rücksichtslose Waldbesitzer
(2:56 min)
Camilla Logarn, skogsägare i småländska Värends Nöbbele  har avsatt 14 procent av sin skogsmark från skogsbruk. Skog med rika naturvården som får förbli orörd. Foto: Sven Börjesson/Sveriges Radio
Camilla Logarn, Waldbesitzerin in Värends Nöbbele im südschwedischen Småland, lässt 14 Prozent ihres Waldes unberührt (Foto: Sven Börjesson/Sveriges Radio)

Immer mehr Waldbesitzer entscheiden sich dazu, Gebiete mit alten Bäumen unberührt zu lassen. Doch auch wenn die Statistik einen positiven Trend zeigt, geht dies den regierenden Grünen nicht weit genug.

Camilla Logarn geht gern in ihrem südschwedischen Wald spazieren. Dort stehen auch einige sehr alte Bäume – Bäume, die die Forstbesitzerin für besonders schützenswert hält, wie sie im Schwedischen Rundfunk erzählt. 

„Die Kiefern hier sind sehr alt, so an die 200 Jahre. Die werden wir nie anrühren.“ 

Mehr Fläche geschützt 

14 Prozent ihres gesamten Waldgebiets hat Camilla Logarn freiwillig unter Schutz gestellt. Umgerechnet gut 50.000 Euro gehen ihr damit kurzfristig durch die Lappen. Längerfristig gewinnt sie aber daran, die Bäume weiter wachsen zu lassen. Denn größere Bäume bedeuten auch mehr Geld. Und das ist es ihr wert.

„Ich bin wahnsinnig stolz, Waldbesitzerin zu sein. In dem von uns genutzten Wald leben auch jede Menge Tiere, die auf der Liste über bedrohte Arten stehen. Meine alten Bäume würde ich nie im Leben abholzen wollen, darunter zum Beispiel eine Pappel mit ganz vielen Nestlöchern im Stamm.“ 

So wie Camilla Logarn machen es immer mehr Waldbesitzer. Die jüngste Inventur von Schwedens Wäldern im Auftrag der Landwirtschaftsuniversität Umeå hat ergeben, dass heute doppelt so viel Waldfläche mit älteren Bäumen von privaten Waldbesitzern geschützt wird wie noch Mitte der 1990er Jahre. Damit wächst der Bestand alter Bäume - also Bäumen, die älter als 120 Jahre sind - auch außerhalb der Naturreservate.

Intensive Forstwirtschaft ohne Rücksicht auf Verluste 

Der Umweltpartei reicht dieser freiwillige Ansatz der Waldbesitzer aber nicht. Das Waldpflegegesetz habe in den vergangenen 20 Jahren viel zu wenig bewirkt und müsse dringend verschärft werden – eine Forderung, die etwa der Naturschutzbund schon lange teilt. 

Die umweltpolitische Sprecherin der Grünen, Stina Bergström, erklärte im Schwedischen Rundfunk: „Es freut mich, dass es Waldbesitzer wie Camilla Logarn gibt, die ihren Wald so rücksichtsvoll behandeln und auch einige Teile von der Rodung ausnehmen. Das tun aber längst nicht alle. Wir sehen einen ganz anderen Trend in der Forstwirtschaft, nämlich dass bei einem Drittel der Abholzungen gegen das Gesetz verstoßen wird. Die Forstwirtschaft ist viel intensiver geworden, mit mehr Düngung und viel stärkeren Baumschäden durch Maschinen. Auch werden archäologische Funde zerstört.“ 

Unternehmer-Freude beschnitten 

Eine Verschärfung des Gesetzes soll zum einen zu einem stärkeren Bewusstsein führen, dass der Wald mehr als nur eine Ertragsmöglichkeit ist. Zum anderen soll aber auch klar sein, dass Verstöße geahndet werden und die Sünder damit teuer zu stehen kommen können. 

Camilla Logarn findet, dass sie von einem härteren Gesetz für ihren Einsatz regelrecht bestraft würde. 

„Es muss schon noch Spaß machen, Unternehmer zu sein. Wenn ich nun kein Geld mehr mit meinem Wald verdienen darf, nimmt man mir doch die Freude an meiner Waldnutzung.“

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