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Anti-Baby-Pille immer unbeliebter in Schweden

Publicerat onsdag 7 januari 2015 kl 14.29
Pille? Nein, danke!
(2:44 min)
P-pillret fyller 50 år i år. Foto: Johan Pettersson/Sveriges Radio
Sorgt auch mit 50 Jahren immer noch für Nebenwirkungen (Foto: Johan Pettersson/Sveriges Radio)

Immer weniger Schwedinnen greifen zum Verhüten nach der Anti-Baby-Pille. Grund ist die Angst vor Nebenwirkungen.

Kein Bock auf Sex und allgemeine Niedergeschlagenheit – das sind häufige Reaktionen auf die Pille. Dabei soll sie ja eigentlich das Leben leichter machen. Vor allem junge Frauen zwischen 25 und 34 Jahren greifen immer seltener zur Anti-Baby-Pille. Dem Zentralamt für Gesundheits- und Sozialfragen zufolge ist die Zahl derjenigen, die mit Pille verhüten, seit 2006 um 13 Prozent zurückgegangen. 

Elin Hessling gehört zu den Skeptikerinnen: „Auch wenn ich mich jetzt nicht so genau informiert habe, bin ich irgendwie dagegen, mich mit Hormonen vollzustopfen“, erklärt sie im Schwedischen Fernsehen. „Dadurch wird das körperliche Gleichgewicht gestört.“ 

„Hilft bei Schmerzen“ 

Positiv ist dagegen Sandra Engström eingestellt. Sie gehört zur Gruppe der 15- bis 24-Jährigen. Vier von zehn in dieser Altersgruppe nehmen die Pille: „Ich hatte als Jugendliche schlimme Regelschmerzen und habe sie durch die Pille in den Griff bekommen“, sagt die junge Frau. 

Was an den Nebenwirkungen wie Niedergeschlagenheit und geschwächtem Sex-Interesse dran ist, und wie sich die Anti-Baby-Pille generell auf die Lebensqualität auswirkt, ist allerdings nach wie vor unerforscht. Dabei feiert die Anti-Baby-Pille dieses Jahr ihren 50. Geburtstag. 

50 Jahre weitreichendes Desinteresse 

Über die medizinischen Nebenwirkungen weiß man dagegen inzwischen viel – etwa, dass die Pille gegen Akne hilft und auch vorbeugend gegen einige Krebsarten. Im vergangenen Jahrzehnt führte die Einnahme der Pille in Schweden allerdings auch 21 Mal zum Tod: Die Frauen starben an den Folgen einer Lungenthrombose. Zum Vergleich: Pro Jahr wird die Pille einer halben Million Frauen in Schweden verschrieben. 

Dass sich viele junge Frauen heute gegen die Pille entscheiden, lässt sich selbst durch die Todesfälle nicht erklären, meint Oberärztin und Dozentin Lena Marions: „Die Pille ist nicht gefährlich. Sicher sollte man sie bei einer Thrombose-Vorbelastung meiden. Die positiven Effekte überwiegen jedoch.“ 

„Pille muss nicht schlecht sein“ 

Am Karolinska Institut wird nun eine umfassende Studie durchgeführt, um den Kenntnisstand über die Pille und ihre Auswirkungen auf die Lebensqualität von Frauen zu verbessern. 300 Frauen nehmen an der Untersuchung teil. Über drei Monate hinweg nimmt die Hälfte von ihnen das Hormonpräparat, die andere Hälfte ein Placebo. 

Die Leiterin der Studie, Professorin Angelica Lindén Hirschberg, unterstrich gegenüber der Nachrichtenagentur TT, dass das Ergebnis der Untersuchung nicht notwendigerweise negativ für die Anti-Baby-Pille ausfallen müsse.

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