Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Reportage

Zehn Jahre nach dem Orkan

Publicerat torsdag 8 januari 2015 kl 13.39
"Bloß nicht zu viele Gedanken über den Verlust"
(3:41 min)
Lika mycket skog som avverkas under ett helt år i Sverige föll under några timmar där Gudrun drog fram.  Foto: Ola Hemström/Sveriges Radio
250 Millionen Bäume, das entspricht der gesamten Jahresholzernte Schwedens, zerstörte der Orkan (Foto: Ola Hemström / Sveriges Radio)

Am 8. und 9. Januar 2005 traf ein Orkan namens Gudrun Südschweden mit verheerender Wucht, entwurzelte und knickte tausende von Baumstämmen wie Streichhölzer, riss Dächer von den Gebäuden und schnitt 700.000 Haushalte von der Stromversorgung ab.

Manche Forstbesitzer haben sich bis heute noch nicht von dem finanziellen Schock erholt, für andere geht das Leben weiter.

„Es dauert lange, bis solche Wunden in der Landschaft verheilen“, sagt Kenneth Johansson während er dem Schwedischen Fernsehen seinen Besitz in Småland zeigt. „Nach dem Sturm kamen viele Häuschen im Wald zu Vorschein, die man vorher von der Straße aus nicht entdecken konnte. Inzwischen sind sie wieder hinter den neuen Stämmen verschwunden.“

Vor zehn Jahren zerstörte Sturm Gudrun nicht nur beträchtliche Teile von Kenneth Johanssons Forst sondern machte auch aus seiner neuen Maschinenhalle Kleinholz. Damals sagte er ergeben: „Das ist nun wirklich nicht lustig, aber irgendwie muss man es akzeptieren und sich dazu verhalten. Es ist so wie es ist.“

Gut versichert

Aber Johansson hatte seine Maschinenhalle versichert, sie steht säuberlich aufgebaut in falunrotem Holz wieder auf seinem Hof. „Der Wald, der wächst wie er will“, zuckt Johansson mit den Schultern, während er mit seinen beiden Border Collies durch das immer noch mitgenommene Gelände streift.

„Viele Landwirte waren zweifellos schlechtdran. Einige haben nach dem Sturm verkauft und so mancher war richtig handlungsunfähig. Jetzt geht es wieder etwas besser. Ich hab die Forstarbeit seit dem Sturm nicht gemocht. Erst jetzt sieht man, dass er allmählich wieder zuwächst. “

Windgeschwindigkeit über 40 m/s

Die offenen Stellen im Wald, die der Sturm verursacht hat, nennt Johansson „Gudrunschäden“.

Gudrun zerstörte in Südschweden fast 250 Millionen Bäume, so viel wie die gesamte Jahresholzernte des Landes. 30.000 Kilometer Stromleitung wurden beschädigt. In der Sturmnacht kamen sieben Menschen ums Leben, weitere elf bei den Räumungsarbeiten.

Nachbarschaftshilfe

„Also damals hat jeder jedem geholfen. In den Dörfern haben alle fantastisch zusammengehalten. Uns beiden waren ja die Scheunendächer weggeweht“, erinnert Kenneth Johansson an seinen Nachbarn Bernt Jönsson gewandt. „Wir haben das gemeinsam gelöst. Du hast ja keine Höhenangst, ich bin da etwas vorsichtiger. Aber wir sind fast wie die Affen rumgeklettert, als wir die Schäden provisorisch ausgebessert haben.“

„Ja das war schaurig. Bei uns blieb der Strom zum Glück nicht so lange weg, und Kenneth hat ja ein eigenes Reserveaggregat“, denkt Bernt Jönsson an den Januar 2005 zurück, als in einer einzigen Nacht ungefähr 160.000 Hektar Wald zerstört wurden.

„Man findet sich ja in seinem eigenen Wald nicht zurecht, weil sich so viel verändert hat“, ruft Kenneth Johansson empört beim Spaziergang. „Früher wusste ich genau wo jeder Baum und jeder Weg war. Nach dem Orkan hatten wir ja enorm viel Glück mit der günstigen Konjunkturlage. Die hat uns ungeheuer geholfen. Klar, wir haben Verluste gehabt. Aber in Form von Forst. Seinen Wert haben wir ja nicht als Geld in der Hand gehabt. Und wenn man das Geld nie bar gesehen hat, ist es etwas leichter. Man darf sich nicht zu viele Gedanken über einen Verlust machen. Schließlich ist das nur Geld, hier sind keine Menschen zu Schaden gekommen“, sinniert er und ruft nach seinen Hunden.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".