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Zehn Jahre nach Jahrhundertsturm

Aus großen Schaden wenig gelernt

Publicerat torsdag 8 januari 2015 kl 12.59
Det finns inget bättre alternativ än gran, säger skogsägaren Arne Kalrsson. Foto: Tomas Lindberg/Sveriges Radio
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Eine gute Alternative zu Fichten gibt es für Forstbesitzer Arne Karlsson nicht (Foto: Tomas Lindberg / Sveriges Radio)
Gudrun, 10, grafik
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Windstärken und Zerstörung in den Wäldern durch "Gudrun"
Närbild på en man i gul jacka. I bakgrunden syns skog. Foto: Rebecka Gyllin/Sveriges Radio
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Bengt Pagels hat 35-40 000 Kiefern-, Fichten-, Lärchen- und Espenschösslinge nach dem Sturm vor zehn Jahren gepflanzt (Foto: Rebecka Gyllin / Sveriges Radio)
Gallring i äldre granskog ökar risken för stormfällning. Foto: Tomas Lindberg
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Das Durchforsten steigert die Sturmanfälligkeit von älteren Fichtenwäldern (Foto: Tomas Lindberg)

Die gigantischen Schäden, die der Orkan „Gudrun“ vor zehn Jahren in den schwedischen Wäldern verursachte, können bei starkem Sturm jederzeit wieder auftreten. Am 8. und 9. Januar zerstörte „Gudrun“ 75 Millionen Kubikmeter Forst.

Nur wenige Wochen vor dem Sturm „Gudrun“ im Januar 2005 hatten die beiden Forstwirte Anders Eriksson und Johannes Eriksson ihre Warnung ausgesprochen: Das Durchforsten mit großen und effizienten Maschinen mache den Wald anfällig für die Auswirkungen starker Winde.

„Der Forst wird bearbeitet, als ob dort nie ein Lüftchen wehen würde“, kritisierten die beiden. Wobei Durchforsten an sich, also das Entfernen abgestorbener, schwacher und falsch gewachsener Bäume, eine wichtige waldpflegerische Maßnahme sei.

Große Maschinen

Viel verändert hat sich an der Arbeitsweise im Forst seit dem offenbar nicht. Denn jetzt, zehn Jahre später, erklären die Brüder Eriksson im Schwedischen Rundfunk, dass das Wegenetz, auf dem die oftmals riesigen Waldmaschinen durch den Forst fahren, immer noch Windanfälligkeit steigert.

„Das Problem ist heute genau so groß wie in der Zeit vor Gudrun.“

Forstforscher Martin Ahlström bestätigt, dass die Forstindustrie vor Gudrun nicht an die schwedische Witterung und eventuelle Stürme angepasst war:

„Man kann sagen, dass die Industrie nicht daran gedacht hat. Es ging vor allem darum, so viel Nutzholz wie möglich zu produzieren.“

Genauso werden auch weiterhin fleißig Fichten in Südschweden gesetzt. Eine Baumart, die oft ein flaches Wurzelsystem entwickelt und damit besonders windanfällig ist.

„Damals wurde die Verwendung von Fichten lebhaft diskutiert“, pflichtet Forstforscher Jonas Bergquist von der staatlichen schwedischen Forstbehörde bei. „Wir dachten, die Eigentümer der Forste würden auf andere Baumarten umsteigen.“

Klimaveränderungen

Um den Übergang zu erleichtern stellte die Forstbehörde eine Teilfinanzierung für den Anbau von knapp 100.000 Hektar Laubwald bereit. Tatsächlich wurden gerade mal knapp 3.000 Hektar Laubbäume gepflanzt.

Jonas Bergquist sieht Probleme, nicht nur bei Stürmen sondern auch bei klimatischen Veränderungen. „Fichten wachsen zunächst mal gut an“, erläutert er. Aber dann könnten sie anfällig für Wurzelfäule, Sturmschäden und Insekten werden. „Bei Klimaveränderungen können andere Schädlinge hinzukommen“, befürchtet der Experte.

Wildschaden

Die Waldeigentümer möchten nur wenig Laubbäume und Kiefern anpflanzen, weil diese anfälliger für Wildschäden sind. Zusätzlich haben Fichten der südschwedischen Forstwirtschaft jahrzehntelang bedeutende finanzielle Gewinne eingebracht, verdeutlicht Forstexperte Bergquist seine Arbeitsweise:

„Wir beraten und argumentieren für ein Umdenken. Mischwald und verschiedene Nadelbaumarten nebeneinander streuen das Verlustrisiko besser und fördern die Artenvielfalt.“

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