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Kontroverser Galerist holt Pegida nach Schweden

Publicerat måndag 12 januari 2015 kl 14.14
Kommt Pegida nach Schweden?
(3:22 min)
I Berlin var motdemonstranterna många fler men i Dresden kom det rekordmånga Pegida-demonstranter på måndagskvällen. Foto: Daniel Alling/Sveriges Radio.
Gehen Verteidiger des Abendlandes bald auch in Schweden auf die Straße?

Schweden steht kurz vor einem Pegida-Import. Bislang handelt es sich bei Pegida in Schweden lediglich um eine Facebook-Gruppe. Der Initiator ist ein kontroverser Galerist, der unter anderem durch Ausstellungen des umstrittenen Künstlers Lars Vilks von sich reden gemacht hat.

7.000 Likes hat die Pegida-Facebookseite in Schweden schon gesammelt. Von einer Bewegung wie in Deutschland zu sprechen, sei es aber noch zu früh. Das meint der Vorsitzende der antirassistischen Stiftung Expo, Daniel Poohl. 

Gegenüber Radio Schweden erklärte er: „Leute für etwas auf Facebook zu begeistern ist ja nicht dasselbe wie eine Bewegung zu starten. Das Beispiel der englischen Organisation English Defence League, die nach Schweden geholt werden sollte, hat gezeigt, dass diese Art von Import vielfach missglückt. Die Organisation wurde bei weitem nicht so groß wie in England.“ 

Verurteilter Volksverhetzer sucht neue Herausforderung 

Pegida nach Schweden und andere Teile Skandinaviens sowie nach Großbritannien zu holen, ist Henrik Rönnquists neues Projekt. Rönnquist ist ehemaliger Galerist und ist im vergangenen Jahr wegen der Ausstellung von volksverhetzenden Darstellungen sogar zu Tagessätzen verurteilt worden. Der ausgestellte Straßenkünstler Dan Park musste für fünf Monate ins Gefängnis – unter anderem wegen Collagen, auf denen gehängte und als „Negersklaven“ bezeichnete Schwarze dargestellt waren. Auch früher schon war der Künstler wegen Volksverhetzung und übler Nachrede verurteilt worden. 

Galerist Rönnquist hatte auch die Zeichnungen von Lars Vilks, die den Propheten Mohamed als Hund zeigen, ausgestellt. Und nun also ein schwedischer Ableger von Pegida. In Schweden selbst sind bislang noch keine Demonstrationen angekündigt – dafür soll am Montag im norwegischen Oslo eine erste Kundgebung abgehalten werden. 

„Schwedische Traditionen, unsere gemeinsamen Werte, unsere Kultur wird verdrängt“, erklärt Rönnquist gegenüber Radio Schweden, warum es Pegida-Märsche auch im Norden geben müsse. „Es fängt damit an, dass Schulabschlussfeiern nicht mehr in der Kirche stattfinden dürfen, dass ‚Tim und Struppi‘ aus den Bibliotheksregalen verschwinden soll und dass das Schwedische Fernsehen Änderungen im traditionellen Donald-Duck-Weihnachtsprogramm vornimmt.“ 

Vor zwei Jahren hatte die veränderte Donald-Duck-Version für Schlagzeilen gesorgt, in der unter anderem eine Szene mit einer schwarzen Puppe in der Werkstatt des Weihnachtsmannes herausgenommen worden war. Allerdings hatte dies Disney entschieden und nicht das Schwedische Fernsehen in eigener Regie. 

Es gäbe aber auch noch andere Punkte, an denen sich eine Islamisierung in Schweden festmachen ließe, so Rönnquist weiter: „Wie sieht es zum Beispiel mit Vergewaltigern aus und dass Frauen Burka tragen sollen?“ Dies sei „nichts typisch Schwedisches“.

„Absurd“ 

Bei der antirassistischen Stiftung Expo hält man die Rede von einer fortschreitenden Islamisierung für parodistisch. 

„Die Muslime in Europa stellen eine marginalisierte und kleine Minderheit dar, insofern ist es schon absurd vor einer kurz bevorstehenden Machtübernahme zu sprechen“, meint Poohl. „Das ist eine politische Mär, und es braucht nicht viele Beweise, um sie am Leben zu halten. Da reicht es mitunter schon, wenn man eine Szene aus dem Weihnachtsprogramm nimmt, schon zählt das als Beweis.“

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