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Verteidigung

Schwedisch-finnische Militärallianz angepeilt

Publicerat tisdag 13 januari 2015 kl 14.38
„Das macht die russischen Strategen ziemlich nervös“
(3:23 min)
Carl Haglund, Finlands försvarsminister och Peter Hultqvist, Sveriges försvarsminister. Foto: TT
Carl Haglund, Finnlands Verteidigungsminister und sein schwedischer Amtskollege Peter Hultqvist (Foto: TT)

Die angekündigte Vertiefung der militärischen Zusammenarbeit von Schweden und Finnland wird in Russland mit Skepsis beobachtet. Die Pläne gelten vorerst für Friedenszeiten, bilden jedoch auch die Grundlage für das Agieren im Ernstfall.

Verteidigungsminister Peter Hultqvist schilderte im Rahmen der Sicherheitskonferenz im mittelschwedischen Sälen Pläne für eine verstärkte Zusammenarbeit der schwedischen und finnischen Streitkräfte: „Wie ich finde, eine  recht umfassende Agenda“, sagte Hultqvist. „Eine hohe Ambition“ sei es, die zeige dass „wir es wirklich ernst meinen“.

Reaktion auf russische Aggressivität

Hultqvist und sein finnischer Kollege Haglund wollen diese Entwicklung als Reaktion auf das aggressivere Verhalten Russlands verstanden wissen, auch wenn gleichzeitig betont wird, dass die Ukraine-Krise keine Rolle bei der Intensivierung der finnisch-schwedischen Militärbeziehungen spiele. Ein direktes Bündnis sei es auch nicht, ein gegenseitiges Eintreten der Streitkräfte im Verteidigungsfall stehe derzeit nicht an. Geplant sind jedoch  gemeinsame Flugmanöver, auch Cross-Border-Übungen genannt, ein umfassender Informationsaustausch zwischen den Streitkräften der Länder sowie koordinierte Jagd auf U-Boote.

Zeitungsartikel untermauert Notwendigkeit

Der von der Tageszeitung Dagens Nyheter genau in diesen Tagen lancierte Bericht mit Fotos über ein mutmaßlich russisches U-Boot, das vergangenen Oktober eine aufwändige Suchaktion in Gang gesetzt hatte, ist dazu geeignet, die Aktualität und den Bedarf der Verteidigungspläne zu untermauern.

Das militärische Zusammenrücken der Ostseenachbarn ist den russischen Militärstrategen weder entgangen, noch geheuer. Zwar sind Schweden und Finnland keine Nato-Mitglieder, aber sie sind nach russischem Verständnis auf dem Weg dorthin.

Russischer Militärexperte erklärt Bedrohungsempfindung

„Jegliche Militärzusammenarbeit zwischen europäischen Staaten, die Nato-Mitglieder sind, wird in Russland als militärische Bedrohung verstanden“, sagte der russische Journalist und Militärexperte Alexander Golts dem Schwedischen Rundfunk. Nach seiner Auffassung glauben die russischen Militärs, dass die Nato es sich zum Ziel gesetzt habe, Russland mit Militärbasen quasi zu umkesseln, und deswegen wird eine Annäherung der Nachbarländer Russlands an die Nato mit größtem Argwohn beobachtet. Dazu gehört insbesondere der Sonderstatus, der Schweden und Finnland letztes Jahr bei der Nato-Konferenz in Wales eingeräumt wurde, der Einflussnahme und Zusammenarbeit trotz Nichtmitgliedschaft vorsieht.

„Bei der Wales-Konferenz wurde eine spezielle Beziehung zur Nato ins Leben gerufen“, sagt Golts, „ dies macht die russischen Strategen ziemlich nervös“.

Militärallianz noch nicht beschlossen

Befürchtet wird ein möglicher Nato-Beitritt, aber auch, dass die finnisch-schwedische Zusammenarbeit zu einer regelrechten Militärallianz heranwächst. Dies wurde von den Verteidigungsministern auch nicht ausgeschlossen, wenn auch mit etwas romantischer Umschreibung. „Wir befinden uns in einer Art von Dating, und ob dies zu einer Verlobung oder Heirat führen wird, darüber sollte man in diesen Zusammenhängen keine voreiligen Schlüsse ziehen“, sagte der finnische Verteidigungsminister, Carl Haglund.

Michael Harmann

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