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Betrugskriminalität

„Nigeriabriefschreiber“ vor Gericht

Publicerat onsdag 28 januari 2015 kl 12.48
Nigeriabrief
Typisches Beispiel für einen Text aus einem Nigeriabrief (dieser Brief stammt nicht aus dem Vänersborg-Prozess)

Am Mittwoch wurde einer der umfangreichsten Betrugsprozesse in Schwedens Geschichte durch das Amtsgericht Vänersborg eröffnet.

Angeklagt ist ein Mann aus dem beschaulichen Trollhättan in Südschweden. Er soll für eine Reihe von Betrügereien verantwortlich sein, die weit über die Grenzen Schwedens hinausgehen.

Die Ermittlungsakten der Betrügereien über das Internet und mit Kreditkarten erstrecken sich über 35.000 Seiten. Der ihm zugeordnete Profit belaufe sich über 200.000 Euro, wobei aber der tatsächliche Schaden noch nicht berechnet werden konnte, unter anderem, weil es eine erhebliche Dunkelziffer an Opfern gibt, die nicht bereits sind, als Zeuge auszusagen, weil sie sich selbst schämten.

Er hatte mit unterschiedlichen Maschen gearbeitet, darunter Nigeriabriefe, bei denen die Betrogenen sich vermeintlich dadurch eine Provision verdienen, dass sie Schwarzgelder über ihr Konto schleusen lassen. Dazu mussten sie aber zunächst aus einem Vorwand selbst eine geringere Summe einzahlen, die dann auf Nimmerwiedersehen verschwand. Desweiteren trat er als vermeintlicher Kavalier auf und suchte Kontakt zu gutgläubigen Damen. Allein einer Frau aus Deutschland soll der Angeklagte mit falschen Liebesbeteuerungen rund 37.000 Euro abgeluchst haben.

Man war ihm durch Zufall auf die Schliche gekommen, nachdem ein mittels Kreditkartenbetrugs abgezockter Juwelier aus New York die IP-Adresse des Angeklagten in Schweden ermitteln konnte.

Diese Internetkennung tauchte dann auch in anderen Ermittlungen immer wieder auf und führte letztendlich zur Identifizierung.

Der Mann streitet jegliche Schuld ab.

Das Verfahren sollte schon vor zwei Jahren beginnen, musste aber verschoben werden, weil zu viele Zeugen zu vernehmen waren. In der Zwischenzeit wurde auch der zuständige Staatsanwalt pensioniert, so dass sich zunächst sein Nachfolger in den Fall einzuarbeiten hatte.

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