Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Nicht alles ist Islamophobie

Publicerat onsdag 28 januari 2015 kl 15.59
Islamophobie als Totschlagargument
(2:54 min)
Mona Sahlin Foto: Johan Ljungström/SR
Die Regierungsbeauftragte Mona Sahlin verkennt die Lage, meint Wissenschaftler Devin Rexvid (Foto: Johan Ljungström/SR)

Die von Kultusministerin Alice Bah Kuhnke angekündigte Strategie gegen Islamophobie hat nach viel Lob nun auch für Kritik gesorgt. Der Begriff werde als Totschlagargument verwendet, heißt es.

Devin Rexvid ist Doktorand an der Institution für Sozialarbeit der Universität Umeå und spricht das aus, was bei einer Stichwortsuche in Wikipedia auch auffallen könnte: Weil eine Phobie eine „sachlich unmotivierte Angst“ sei, führe der Begriff Islamophobie in die Irre. Unter ihm würde alles von Islamkritik bis hin zu Hass auf Muslime zusammengefasst, kritisiert der Wissenschaftler. Dabei sei die Sorge angesichts unterdrückender islamischer Praktiken keine sachlich unmotivierte Angst, so Rexvid.

Rexvid weiß, wovon er spricht. Geboren im Iran wuchs er mit islamischer Indoktrinierung auf, schreibt er jüngst in einem Gastbeitrag in der Tageszeitung Svenska Dagbladet. Der obligatorische Unterricht in islamischer Lehre habe ihn vor der Gewaltbereitschaft des Islams angst und bange werden lassen, genauso wie die altertümliche Sicht auf Kinder, Frauen, Männer, Andersdenkende und Nicht-Muslime. 

Militante Islamisten nicht wie andere Aussteiger 

Während Kritiker wie er durch das Totschlagargument Islamophobie zum Schweigen gebracht würden, erhielten Dschihadisten bei ihrer Reintegration in die schwedische Gesellschaft alle erdenkliche Hilfe, merkt Rexvid in seinem Artikel an. Besonders hart geht er mit der Regierungsbeauftragten gegen gewaltbereiten Extremismus, Mona Sahlin, ins Gericht. 

Im Schwedischen Rundfunk verdeutlichte er: „Es geht um militante Islamisten, die sich dem IS angeschlossen haben, und die festgenommen und angeklagt werden müssen. Es ist äußerst zweifelhaft, ob diese Islamisten durch Reintegrationsversuche umprogrammiert werden können. Mona Sahlins Projekt baut auf einer Parallele zu Aussteigerprogrammen für Neonazis. Was ihr nicht einleuchtet ist, dass die Islamisten nicht erst als Jugendliche mit der Ideologie in Kontakt gekommen sind, sondern dass diese Ideologie Teil der Erziehung von klein auf gewesen ist.“ 

Anwerbern zuvorkommen 

Sahlin weist die Kritik von sich. Keineswegs seien die potentiellen Dschihadisten und auch die IS-Rückkehrer die Opfer von Umständen. Dennoch bräuchten auch diese gewaltbereiten Extremisten Hilfe, so Sahlin. 

„Ich weiß, was Extremismus ist. Ich weiß auch, dass Schweden sehr viel besser darin werden kann, Kriegsverbrecher zu überführen und vor Gericht zu bringen. Gleichzeitig müssen wir im Kampf gegen den Terror auch vorbeugend arbeiten und den Anwerbern zuvorkommen. Diese Arbeit ist genauso wichtig wie die Verurteilung von Vergewaltigern und Mördern. Den Vorwurf der Nachgiebigkeit lasse ich nicht gelten.“

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".