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EU-Tabakrichtlinie

Neuer Ärger für Freunde des Snus

Publicerat onsdag 4 februari 2015 kl 16.06
"Keine Ausnahme für Schweden"
(2:30 min)
Foto: Liv Heidbüchel
Beistand für Snus auf Facebook (Screenshot)

Für Fans des schwedischen Lutschtabaks, Snus, gibt es mal wieder schlechte Nachrichten. Und schuld ist wie so oft Brüssel. Konnte die EU den Lutschenden das Lutschen schon nicht verbieten, will sie es ihnen jetzt wenigstens schwerer machen.

 

Den Rest der Welt mag sie befremden, die Liebe zum Snus, der unter die Lippe geschoben wird und dem „Snuser“ ein hasenähnliches Aussehen verleiht.  Für viele Schweden ist ein Tag ohne Lutschtabak aber nicht perfekt. Angeboten wird das Produkt in diversen Geschmacksrichtungen. Doch bald schon wird der Käufer den Geschmack wohl erschnuppern oder anderweitig erraten müssen. Die Snus-Dose darf nämlich keine entsprechende Aufschrift mehr enthalten. So besagt es die Tabak-Richtlinie, beschlossen von der Europäischen Union.

Keine Extrawurst

„Die Tabak-Richtlinie gibt unter anderem vor, was auf einer Verpackung stehen darf“, erläutert Göran Lundahl, der im Regierungsauftrag die Folgen des neuen Regelwerks für Schweden untersucht und an diesem Mittwoch seinen Bericht präsentiert hat. „Wegen des Verbots bestimmter Geschmacksstoffe dürfen die Hersteller auch auf Geschmacksrichtungen nicht mehr gesondert hinweisen. Für Schweden und somit auch für Snus gibt es da keine Ausnahme.“ Keine Extrawurst diesmal also – schon formieren sich auf Facebook Protestgemeinschaften gegen Brüssel, wo Schweden für seinen Snus ansonsten seit Jahrzehnten Sonderrechte in Anspruch nimmt.

Nicht ohne meinen Snus

In keinem EU-Land ist der Verkauf des Lutschtabaks überhaupt erlaubt; als Schweden 1995 der Europäischen Union beitrat, hatte man sich zuvor des weiteren Verkaufsrechts ausdrücklich versichert. Denn Gesundheit hin oder her: Die Liebe zum Snus bringt dem schwedischen Staat Jahr für Jahr beträchtliche Summen ein. Angriffe auf das Nationalkleinod hat Schweden seit dem EU-Beitritt denn auch immer wieder empört zurückgewiesen. Mit ganzer Kraft unterstützten Minister auch die heimischen Tabakkonzerne in deren Bemühen, Snus dem übrigen Europa schmackhaft zu machen – allerdings ohne Erfolg.

Bei der Suche nach dem Lieblingsgeschmack wird die Regierung den Lutschtabak-Freunden nun künftig nicht helfen können. Das Beschriftungs- und Kennzeichnungs-Problem müssten die Tabakkonzerne selbst lösen, so Experte Göran Lundahl. Im Scharmützel mit der EU ist also mal wieder schwedischer Ideenreichtum gefragt. Gerüchte vom möglichen Tod des  künftig namenlosen Snus dürften übertrieben sein.

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