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Arbeitsumwelt

Lärm-Alarm in den Schulen

Publicerat torsdag 5 februari 2015 kl 13.11
„Kaum dämpfende Materialen“
(2:37 min)
Bullermätare, decibel. Foto: Viktor Åsberg/SR.
Der Geräuschpegelmesser zeigt gefährlich hohe Werte (Foto: Viktor Åsberg/SR)

Zu viele Schüler - zu wenig Isolierung, so könnte man den Zustand schwedischer Schulen während des Mittagessens beschreiben. Es ist einfach zu laut.

Mitunter hört man sein eigenes Wort nicht mehr - in schwedischen Schulkantinen geht es lebhaft zu. Bis zu 500 Schüler nehmen täglich dort ihr Mittagessen ein. Der sich dabei entwickelnde Geräuschpegel erreicht bis zu 80 dB, eine Lautstärke, die auch in einem Maschinensaal oder in dichtem Verkehr entsteht.

Dies zeigte sich bei einer Untersuchung, des Schwedischen Rundfunks in 71 Schulen im ganzen Land. Die Lärmbelastung ist demnach so hoch, dass sie schon als gesundheitliches Problem eingestuft werden muss – und damit die Kontrollbehörde auf den Plan ruft. Verursacht wird der Lärm eindeutig von den Schülern selbst, allerdings bedingt durch die große Personenansammlung. Wie der Inspektor des Schwedischen Zentralamts für Arbeitsumwelt, Adam Jansson, betonte, hat die Behörde jedoch nur begrenzte Einflussmöglichkeiten. Man könne nur Maßnahmen zur akustischen Dämmung verlangen, so Jansson. Auf die Anzahl der Schüler, die gleichzeitig essen, habe man keinen Einfluss.

 „In Restaurants und Betriebskantinen wird die Akustik immer berücksichtigt. In Schulen hingegen bleibt dies undurchdacht, es gibt kaum dämpfende Materialien an Wänden und Decken. Dies gilt auch für die Auswahl der Möbel.“

Das Einfachste wäre es, die Schülergruppen zu verkleinern und so den entstehenden Geräuschpegel automatisch zu verringern. Dies ist in der Praxis aber schlecht durchführbar, denn dazu müssten Unterrichtseinheiten verschoben werden, und viele Schüler würden ihre Mahlzeiten zu früh oder zu spät einnehmen müssen.

So bleibt also nur die Verbesserung der Raumakustik, die ohnehin schon ein bekanntes Problem in den Schulen darstellt. Bereits 2010 hat der schwedische Lehrerverband festgestellt, dass nicht nur in den Kantinen, sondern auch in den Klassenzimmern eine so schlechte Akustik vorherrscht, dass die Lehrer Schwierigkeiten haben, ihre Schüler zu verstehen.

Der Verband betonte auch, dass es einen Zusammenhang zwischen Lärm und schlechten Noten gibt, da Lärm Konzentrationsschwierigkeiten verursacht.

Schon damals forderten die Lehrer, Zuschüsse für die Lautstärkedämmung in Schulen bereitzustellen.

Diese Forderung wird nun erneut laut und bekommt auch Unterstützung durch das Zentralamt für Arbeitsumwelt. Viel geschehen ist bisher nicht.  Die Schulen werden aber nicht darum herumkommen, sich um die Lautstärkedämmung zu kümmern, denn für die allereinfachste Lösung des Problems sieht niemand eine Chance in der Praxis: den Schülern beim Essen den Mund zu verbieten.

Elin Körnich

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