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Anti-Islam-Bewegung in Schweden

Erster Pegida-Auftritt mit mäßiger Beteiligung

Publicerat tisdag 10 februari 2015 kl 10.28
"Hier gibt es bereits die Schwedendemokraten"
(2:25 min)
Pegida-Kundgebung in Malmö (Foto: Drago Prvulovic / TT)
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Pegida-Kundgebung in Malmö (Foto: Drago Prvulovic / TT)
Etwa 4.000 Gegendemonstranten auf dem Stortorget in Malmö (Foto: Martina Pierrou/P3 Nyheter)
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Etwa 4.000 Gegendemonstranten auf dem Stortorget in Malmö (Foto: Martina Pierrou/P3 Nyheter)

Die Anti-Islam-Bewegung Pegida hat erstmals in Schweden eine Kundgebung abgehalten.

Laut Schätzungen der Polizei versammelten sich lediglich 50-100 Pegida-Anhänger am Montagabend im südschwedischen Malmö. Dort trafen sie auf schätzungsweise 4.000 Gegendemonstranten.

Der erste öffentliche Auftritt des schwedischen Ablegers von Pegida erinnerte nur entfernt an die großen Demonstrationen von Dresden. Eine äußerst überschaubare Gruppe von höchstens 100 Personen hatte sich am Stortorget im zentralen Malmö zusammengeschart. Gegenüber den etwa 4.000 lautstarken Gegendemonstranten, die sich hinter Polizeiabsperrungen versammelt hatten, vermochten es die schwedischen Pegida-Anhänger trotz Megafon nicht, ihre Botschaften hörbar zu machen. Bereits nach 45 Minuten war die Kundgebung wieder beendet.

Mäßiger Erfolg in Skandinavien

Es war nicht der erste Versuch, das deutsche Pegida-Konzept aus Dresden in ein anderes europäisches Land zu exportieren. Bereits in Großbritannien und in den skandinavischen Nachbarländern Norwegen und Dänemark hat es anti-islamische Kundgebungen unter dem Markennamen Pegida gegeben. Auch dort mit nur mäßiger Beteiligung.

Daniel Vergara von der Stiftung Expo räumt der Anti-Islam-Bewegung in Schweden nur geringe Chancen ein. „In Schweden gibt es die Partei der Schwedendemokraten, die diese Art der islamophoben Meinungsbildung betreibt. Eine andere Bewegung über die Schwedendemokraten hinaus auf die Beine zu stellen ist deshalb schwierig. In Deutschland gibt es keine vergleichbare Partei wie die Schwedendemokraten, die diese Ansichten kanalisiert.“

Auch in Dänemark und Norwegen bieten die Dänische Volkspartei beziehungsweise die Fortschrittspartei Anlaufpunkte für Islamgegner.

Vergleichweise ruhiger Abend in Malmö

Laut Polizeiangaben verlief der Abend am Stortorget vergleichsweise ruhig. Einzelne Feuerwerkskörper wurde in Richtung der Pegida-Anhänger und der Polizei abgeschossen. Auch Eier und ein Golfball flogen über die Absperrungen. Der absolute Großteil der Gegendemonstranten protestierte friedlich gegen die schwedischen Pegida-Anhänger.

Die Anti-Islam-Bewegung hat angekündigt, von nun ab jeden Montag Kundgebungen in schwedischen Städten abzuhalten. Daniel Vergara:

„Pegida wird nicht allzu lange in Schweden bestehen können. Gleichzeitig ist es aber natürlich immer beunruhigend, wenn sich Menschen versammeln, um Hass gegenüber Minderheiten zu verbreiten.“

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