Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
"The Circle"

Neuer Triumph für Abba-Benny?

Publicerat torsdag 12 februari 2015 kl 16.32
"Die Musik ist freundlich"
(4:19 min)
Foto: Michael Sohn /TT
Andersson mal zwei: Ludvig, links, Benny, rechts

Es hat wieder geklappt: Riesenapplaus für Benny Andersson oder „Abba-Benny“, wie man ihn in Schweden gerne nennt. Was der Starkomponist anpackt, wird zum Hit – das gilt offenbar auch für sein neuestes Projekt, den Jugendfilm „The Circle“, der jetzt auf der Berlinale Premiere feierte und nächste Woche in Schweden anlaufen soll.

Benny Andersson gilt als Muster an Bescheidenheit. Andererseits muss man die Latte ja nicht zu niedrig  legen: Wenn alle, die jemals eine Abba-Platte gekauft haben, sich jetzt auch eine Kinokarte besorgen, dann könne man doch zufrieden sein, meinte er jetzt augenzwinkernd in Berlin.

Auch wenn‘s zum Abba-Niveau nicht ganz reichen sollte: Schlecht stehen die Chancen für den Erfolg von „The Circle“ keineswegs. So verkaufte sich die Buchvorlage allein im Neun-Millionen-Land Schweden mehr als 600.000 Mal. Bei dem Film zeichnet Benny Andersson nun für Musik sowie, gemeinsam mit Sohn Ludvig, für die Produktion verantwortlich. Es geht um Teenie-Freundschaften, Hexen und Magie, Handlungsort ist Engelsfors, eine schwedische Kleinstadt mit vergleichsweise mäßigem Aufreger-Potenzial. Alles in allem eine höchst gelungene Mischung aus übernatürlichen Phänomenen und Kleinstadttristesse, befand das Berlinale-Publikum. Regisseur Levan Akin betont nicht zuletzt den sozialen Aspekt der Story:

Schweden, hier und jetzt

„Ich finde es immer interessant, wenn verschiedene Gesellschaftsschichten und Kulturen aufeinandertreffen“, so Akin im Schwedischen Rundfunk. „Genau das passiert auch in unserem Film. Nach dem Vorbild der Bücher wollen wir zeigen, wie unterschiedlich es hier in Schweden im Zuhause von Jugendlichen aussehen kann.“

Das Interesse an Alltagspolitik, am Zustand von Schweden hier und jetzt teilt auch Benny Andersson, der beispielsweise aus seiner Unterstützung der schwedischen Feministen-Partei keinen Hehl macht. „Engelfors, Bergslagen, das ist Schweden. Und wir machen einen Film über die Jugendlichen und ihr Leben dort. Das interessiert mich. Die Magie macht das Ganze natürlich noch besser“, meint Benny Andersson. Politik hin oder her: Gereizt an dem Projekt, so sagt er, habe ihn vor allem die Aussicht, endlich mal als Macher im  Filmgeschäft dabei zu sein. Geweckt wurde dieser Appetit bei der Arbeit mit dem Musical „Mamma Mia“, auch dies – wohl unnötig zu sagen – ein Riesenerfolg.

Keine Langeweile

Der Soundtrack für den neuen Film ist nun eine Mischung aus Songs von The Hives, Hep Stars, Kate Bush und neuen Kompositionen von Benny Andersson, der ursprünglich nur hatte produzieren wollen, sich aber schließlich auch zum Songschreiben überreden ließ. Mit dem Ergebnis sei er zufrieden, teilte er nun in aller Bescheidenheit mit. Richtige Kracher a la „Waterloo“ darf das Publikum diesmal nicht erwarten: „Im Grunde ist es ja eine traurige Geschichte. So sehe ich´s jedenfalls. Zwei junge Menschen sterben, das kann man doch nicht so einfach wegwischen. Damit nicht gesagt, dass die Musik nun direkt traurig wäre. Sie ist – freundlich, würde ich sagen.“

Als nächster Planungspunkt steht nun die Premierenfeier in Stockholm auf dem Programm. Dass der Film ein großes Publikum finden wird, bezweifelt in Schweden kaum jemand. Ob Schlager oder Musical, Volksmusik oder Choral – der Komponist, der nicht zuletzt die Hochzeit von Kronprinzessin Victoria musikalisch untermalte, stattet seine Stücke immer aufs Neue mit dem ganz gewissen Etwas aus. In Sachen Kino hat Benny Andersson jetzt Blut geleckt; neue Folgen von „The Circle“ sind bereits im Gespräch. Langeweile dürfte auch ohne das Filmgeschäft nicht aufkommen. So erscheint im Frühjahr ein neues Album von BAO („Benny Anderssons Orkester“), der Hobby-Volksmusikgruppe, die seit mehr als zehn Jahren Musik vor allem aus Spaß an der Freunde macht. Zusammen mit Freunden zu spielen, das, „Abba-Benny“, sei ganz einfach das Beste, was es gibt.

SR/SVT/Anne Rentzsch

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".