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Roboter in der Altenpflege

Helferlein im Altenheim

Publicerat fredag 20 februari 2015 kl 13.52
"Darf nicht Personalkürzungen dienen"
(3:16 min)
Schweden Altenpflege durch Roboter Personalmangel (Foto:AP/TT)
"Darf ich Ihnen die Windeln wechseln?" (Foto: AP/TT)

Immer mehr Altenpflegeinstitutionen erwägen, Hilfe durch Roboter in Anspruch zu nehmen. Einige haben dies bereits in die Tat umgesetzt. Während die Entwicklung der maschinellen Helfer rasch voranschreitet, mahnt der Medizinisch-Ehtische-Rat Schwedens (SMER) zur Besonnenheit.

Auf einer Messe für medizinische Hilfsgeräte präsentiert Ann Louise Lindberg den von ihr entwickelten Roboter, der schön langsam Bonbons aus einem Pappteller löffelt.

„Das ist ja kein richtiger Roboter“, entschuldigt sie sich schon fast beim Schwedischen Fernsehen, „denn er wird ja vom Nutzer gesteuert. Er hilft einfach beim Essen. Ein paar Schritte weiter umarmt Christine Gustafsson eine riesige Stoffkatze. Sie kann schurren und andere Töne von sich geben.

„Die lebt ihr eigenes Leben und reagiert auf Berührung. Sie ist als medizinisch-technisches Produkt klassifiziert worden“, erklärt sie. Ihre Katze ist auch schon berühmt geworden, denn sie ist von einem Demenzpflegeheim im Raum Göteborg zur Betreuung und Pflege eingekauft worden.

Normalfall Personalmangel

Angesichts des Personalmangels in den Altenpflegeheimen geht jetzt die Befürchtung um, dass man dort immer häufiger auf die Hilfe von Maschinen und Robotern zurückgreift und die Begegnung zwischen Menschen noch seltener wird. Der Medizinisch-Ethische Rat hat daher auf eigene Initiative einen Bericht zur Problematik herausgegeben. Er ist als Denkanstoß für eine Debatte über Nutzen und Gefahren, die mit den neuen Helfern in der Altenpflege verbunden sein können, gedacht. Der Bericht gibt auch Ratschläge woran gedacht werden sollte, wenn Patienten von Robotern gepflegt oder überwacht werden. Der Philosoph Nils-Eric Sahlin ist Mitglied des Medizinisch-Ethischen Rates:

„Ein Problem ist, inwieweit ein Roboter in der Altenpflege die Integrität des einzelnen Patienten kränkt. Der Roboter kann nur im Einverständnis zum Einsatz kommen. Er darf nicht aufgezwungen werden.“

Schon warnen Kritiker davor, dass Roboter menschliche Zuwendung ersetzen sollen. Das wichtigste Problem in der Pflege von Alten und Dementen sei die Einsamkeit, so der Professor für Geriatrie Yngve Gustafson. Er befürchtet, dass versucht wird, das Problem anstelle mit Mitmenschlichkeit durch Roboter zu lösen. Den Enthusiasmus in der Branche hält Gustafson übertrieben. Prinzipiell bedürfen kranke und schwache Menschen der Hilfe durch gut ausgebildetes Personal und nicht durch Roboter, so der Mediziner.

Roboter als Ergänzung

Für die liberale Politikerin Barbro Westerholm vom Medizinisch-Ethischen Rat sind die modernen Helfer im besten Fall eine Ergänzung: „Der Roboter soll für den Einzelnen von Nutzen sein und nicht Kürzungen beim Personal dienen“, meint Westerholm. Das sei in Dänemark geschehen, sei aber eine Entwicklung, die man hier in Schweden verhindern wolle.

Der Rat stellt fest, dass die Entwicklung gerade erst am Anfang stehe. Thomas Ward hat eine künstliche Hand entwickelt, die es ermöglicht, Gegenstände besser greifen und halten zu können. Er sieht in der Entwicklung die Möglichkeiten für ein besseres Leben: Ward

„Das ermöglicht Selbstständigkeit. Es gibt einem das Gefühl, dass man es selber schafft.“

Thomas von Heijne (SVT)/Dieter Weiand

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