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Hintergrund

Samen-Aktivisten nach Berlin

Publicerat måndag 20 april 2015 kl 11.33
"Gebiet der Samen noch immer kolonisiert"
(2:58 min)
Protest Suohpanterror (Fotos von Suohpanterror)
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Protest-Kunst von Suohpanterror (Foto: Suohpanterror)
Jenni Laiti von Suohpanterror (Foto: Carl-Johan Utsi)
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Jenni Laiti von Suohpanterror (Foto: Carl-Johan Utsi)

Eine neue Kunstaustellung in Berlin soll den politischen Kampf der Urbevölkerung der Samen beleuchten.

Samische Aktivisten und Künstler treten immer häufiger im Ausland auf um zu zeigen, dass es bei dem indigenen Volk um viel mehr geht als nur um Berglandschaften und Rentier-Romantik. Im Sommer sind sie erstmals zu Gast in Berlin in einer gemeinsamen Ausstellung an den Nordischen Botschaften.

„Für uns ist es interessant und spannend, eher zeitgenössische Perspektiven aufzuzeigen“, sagt die schwedische Botschaftsrätin für kulturelle Fragen in Berlin, Nina Röhlcke. „Fragen zu Minorität und Urbevölkerung sind hochaktuell, und neben dem kunsthandwerklichen Bild der Sami-Kulturen gibt noch eine andere, zeitgenössische Dimension. In diese bekommt man in der Ausstellung einen Einblick.“

Großes Interesse in Deutschland

Etwa 20 Künstler sind in der Ausstellung Sámi Contemporary vertreten. Vom 9. Juli bis zum 27. September ist die Ausstellung im Felleshus an den Nordischen Botschaften in Berlin zu sehen. Auch Vorträge und Diskussionsrunden über die Rechte der samischen Urbevölkerung sind geplant. In Deutschland bestehe allgemein ein großes Interesse am Leben im Norden, das mit dieser Ausstellung erweitert werden könne, so Nina Röhlcke.

„Wir haben gemerkt, dass sich sehr viele Leute in Deutschland speziell für das Leben und die Kultur der Samen interessieren. Viele Deutsche reisen in den Norden Skandinaviens. Wir glauben, die Ausstellung wird viele Leute locken.“

Mehr als nur Rentier-Romantik

Dass es bei der Ausstellung um weitaus mehr als nur Rentier-Romantik geht, wird sehr deutlich an der Tatsache, dass die Künstler-Aktivistengruppe „Suohpanterror“, von so manchem auch als Pussy Riot der Samen bezeichnet, mit von der Partie ist. Die Aktivistengruppe tritt mit provokativen Kunstaktionen für die Rechte der Urbevölkerung und die Unversehrtheit der Natur ein. Sie traten bei den Blockaden gegen den Bergbau in Kallak in Erscheinung oder protestierten gegen die Thematisierung der Kultur der Samen, als im letzten Jahr das nordschwedische Umeå Kulturhauptstadt war. Bei den Aktionen steht oft im Vordergrund, dass weder Schweden noch Finnland die ILO-Übereinkunft 169 über die Grundrechte von Urbevölkerungen ratifiziert haben.

„Suohpanterror“ war bislang vor allem in den Siedlungsgebieten der Samen im Norden Skandinaviens aktiv, richtet das Augenmerk nun aber zunehmend auf das Ausland, wie Jenni Laiti von der Aktivistengruppe gegenüber Radio Schweden sagt.

„Alle wir, die zu den Urbevölkerungen der Welt gehören, tragen dieselben Kämpfe aus. Das Gebiet der Samen ist noch immer kolonisiert und wird ausgebeutet, und dies ist ein Phänomen, das überall auf der Welt auftritt. Alle, die dagegen vorgehen wollen und für die Unversehrtheit der Erde eintreten, müssen sich deshalb sammeln und gemeinsam kämpfen.“

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