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Sexuelle Übergriffe in Schweden

Jeder fünfte Oberstufenschüler ausgenutzt

Publicerat torsdag 12 november 2015 kl 12.49
„Den meisten Betroffenen macht das schwere Probleme."
(2:43 min)
Trafikskola övergrepp

Nicht einmal ein Zehntel der Oberstufenschüler, die sexuellen Belästigungen und Übergriffen ausgesetzt werden, erstattet Anzeige.

Eine Studie der Universitäten Lund und Linköping, die am Mittwoch veröffentlicht wurde, zeigt, dass viele Opfer sich selbst einen Teil der Schuld geben.

„Sowas passiert sehr, sehr oft. Voriges Wochenende war ich in einem Club und merkte, dass jemand mich am Po anfasste. Als ich mich umdrehte, tat der Typ, der da stand, als sei nichts gewesen. Da ist es oft schwer zu sagen, wer was gemacht hat und ihn zur Rede zu stellen. Das finde ich sehr schade“, sagt Julia in Göteborg zum Schwedischen Rundfunk. Ihren Nachnamen mag sie nicht nennen.

Psychische Probleme

Fast 6. 000 Jugendliche in der 12. Klasse haben in einer Untersuchung Fragen zu sexuellen Belästigungen, Übergriffen und Ausnutzung beantwortet. Mehr als jeder Fünfte gab an, in gewissem Ausmaß ausgenutzt oder belästigt worden zu sein. Die Skala reicht von Entblößen über Grapschen bis zur Vergewaltigung.

Junge Frauen sind solchen Praktiken weitaus häufiger ausgesetzt als junge Männer. Opfer und Täter sind oft ungefähr im gleichen Alter.

Carl Göran Svedin ist Professor für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universität Linköping und gehört zu dem Team, das die Studie durchgeführt hat.

„Das ist ernst, denn es macht den meisten Betroffenen große Probleme. Je nachdem wie schwer der Übergriff ist. Das Selbstbewusstsein der Betroffenen und ihre psychische Gesundheit werden gefährdet.“

Dritte Befragung

Ein bisschen beruhigend fügt er jedoch hinzu, dass viele Jugendliche zumindest im Internet vorsichtiger sind, als sie bei den beiden vorigen Studien in den Jahren 2004 und 2009 angegeben hatten.

Über die Jahre ziemlich gleich geblieben ist jedoch, dass viele Übergriffe in der Welt der Jugendlichen geschehen, ohne, dass Erwachsene etwas merken. Nur ein Zehntel der Befragten gibt an, das sie den Übergriff bei Polizei oder Sozialbehörde angezeigt haben.

Geben sich selbst die Schuld

Die meisten haben sich zumindest irgendjemandem – meistens einem Freund oder einer Freundin - anvertraut und damit den Druck etwas erleichtert.

Julia wundert das nicht:

„Es gibt viele Frauen, die das so hinnehmen und nicht wagen, sich aufzulehnen. Die Person, die den Übergriff verübt wird dadurch ja nur darin bestärkt, dass das Okay war.“

Die 18-jährige Emma, die ihren Nachnamen ebenfalls nicht nennen möchte, fordert mehr Einsatz von Öffentlichkeit und Behörden.

„Ich bin der Ansicht, dass man immer Anzeige erstatten sollte. Um klar zu machen, dass niemand sich so verhalten darf. Und die Gesellschaft muss jungen Frauen bewusst machen, dass Männer sie nicht belästigen dürfen. Oder auch umgekehrt, dass Frauen Männer nicht belästigen dürfen.“

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