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Flüchtlinge

Passkontrollen angelaufen

Uppdaterat fredag 13 november 2015 kl 13.12
Publicerat fredag 13 november 2015 kl 09.06
Löfven: "Grenzkontrollen Folge der EU-Politik"
(0:54 min)
Passkontrollen in Südschweden Foto: TT.
Passkontrollen in Südschweden Foto: TT.

Nach der Einführung von Passkontrollen in Schweden am Donnerstag wurden mehrere Flüchtlinge an der Grenze von der Polizei gestoppt.

In Südschweden mussten 22 Iraker nach Dänemark zurückkehren, da sie keine gültigen Papiere vorweisen konnten und sich dafür entschieden, nicht in Schweden Asyl zu beantragen. Auch in Rostock wurden laut Medienberichten mehrere Passagiere ohne Pässe daran gehindert, auf den Fähren nach Trelleborg zu fahren.

Laut Einschätzung der Migrationsbehörde werden die Grenzkontrollen dazu führen, dass mehr Flüchtlinge anstatt in Schweden in Dänemark oder Deutschland Asyl beantragen.

Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven sagte im Rahmen des EU-Gipfels auf Malta, die schwedischen Grenzkontrollen seien ein Zeichen dafür, dass die EU die Flüchtlingssituation nicht richtig hantiert habe. Er habe dafür bei seinen EU-Kollegen Verständnis gefunden, so Löfven gegenüber der Zeitung Dagens Nyheter.

Auf die Asylzahlen haben die Grenzkontrollen bislang keinen Einfluss gehabt. Seit dem Kontrollbeginn am Donnerstag sind bei der Migrationsbehörde etwa 1.600 Asylanträge eingegangen. Dies entspreche den Zahlen vor Einführung der Passkontrollen, so ein Sprecher der Behörde.

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