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Terrorismus

Helpline für Angehörige von Extremisten

Publicerat måndag 16 november 2015 kl 13.11
"Das ist keine Denunzianten-Hotline"
(2:51 min)
Anna Carlstedt, ordförande Röda Korset och Yassin Ekdahl, ansvarig för stödtelefonen och anhörigstöd på myndigheten Nationella samordnaren mot våldsbejakande extremism. Foto: Helena Ulander/Sveriges Radio.
Anna Carlstedt, Vorsitzende des Roten Kreuzes Schweden und Yassin Ekdahl, bei der Sonderbeauftragten gegen gewaltbereiten Extremismus für die Helpline zuständig (Foto: Helena Ulander/Sveriges Radio)

In der Regie des Roten Kreuzes ist eine Hotline für Angehörige von Extremisten eröffnet worden. Anrufen können dort alle, die vermuten, dass ein ihnen Nahestehender in politisch radikale Kreise abdriftet.

Dass die Helpline nur wenige Tage nach den verheerenden Anschlägen von Paris eröffnet wird, ist Zufall. Geplant hatte die Sonderbeauftragte gegen gewaltbereiten Extremismus, Mona Sahlin, das Hilfetelefon schon lange. 

„Ein schlimmeres Scenario für den Start unserer Hotline war für uns kaum vorstellbar“, erklärt Mitarbeiter Yassin Ekdahl im Schwedischen Rundfunk. „Das ist auch Thema der Gespräche mit den Mitarbeitern gewesen. Andererseits sehen wir deutlicher als je zuvor, wie wichtig das Hilfetelefon ist.“ 

Besserer Ansprechpartner 

Der Auftrag ging an das Rote Kreuz, eine Organisation mit viel Erfahrung im Umgang mit Krisen und Katastrophen. 

„Es passt gut zu unserer sonstigen Arbeit“, sagt die Vorsitzende des Roten Kreuzes in Schweden, Anna Carlstedt. „Außerdem wenden sich Menschen in so einer Situation lieber an Freiwilligenorganisationen als an die Behörden.“ 

Wer spricht schon gern beim gemeinsamen Mittagessen mit den Kollegen darüber, dass der Sohn nicht mehr ansprechbar ist und ein gesteigertes Interesse für eine Dschihad-Reise nach Syrien zu zeigen scheint? Das Thema sei so tabuisiert, dass die Betroffenen vielfach niemanden zum Reden hätten. 

Nicht denunzieren, sondern helfen 

Wer einen konkreten Verdacht hat, dass sich ein Verwandter oder Bekannter einer terroristischen Vereinigung angeschlossen hat, müsse selbstverständlich Anzeige bei der Polizei erstatten, aber: „Das ist keine Denunzianten-Hotline, sondern sie dient der Unterstützung betroffener Angehöriger“, so Ekdahl. 

Wer mehr Hilfe braucht, bekommt diese bei der Sonderbeauftragten gegen gewaltbereiten Extremismus, die über ausgezeichnete Netzwerke verfüge, meint Anna Carlstedt vom Roten Kreuz: „Dort engagieren sich zum Beispiel Eltern, die ein Kind an eine extremistische Organisation verloren haben. Dann gibt es ein sehr gutes Netzwerk mit Imamen und eins bestehend aus Sozialarbeitern. Das Wichtigste ist jedoch, dass der Anrufer selbst entscheiden kann, ob ein Anruf bei uns genügt oder ob man anschließend noch weitergeleitet werden will." 

Bis Ende Mai kommenden Jahres ist die Hotline zunächst als Pilotprojekt gedacht. Ob das Projekt verlängert wird, müssen Auswertungen der Anrufe zeigen. Auch ob die Sonderbeauftragte Mona Sahlin mit ihren Mitarbeitern mit ihrer Radikalisierungsprävention nach 2016 noch weitermachen darf, ist noch nicht entschieden.

Innenminister Anders Ygeman erklärte in der Tageszeitung Dagens Nyheter am Montag, ihre Arbeit könne jetzt nicht einfach beendet werden. Allerdings sei noch unklar, ob die Sonderbeauftragte und ihre Mitarbeiter künftig in eine Behörde eingegliedert werden sollten.

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