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Terrorismus

Angehörige von Islamisten gegen Dschihad-Reisen

Publicerat tisdag 17 november 2015 kl 13.42
"Jugendliche davon abbringen, in den Dschihad zu ziehen"
(3:04 min)
"Munas" och "Hirsis" söner reste till Syrien eller Irak under 2014. Foto: Fernando Arias/SR
"Munas" und "Hirsis" Söhne haben sich in Syrien dem IS angeschlossen - nun wollen sie dabei helfen, dass andere Jugendliche es ihnen nicht nachtun (Foto: Fernando Arias/Sveriges Radio)

Das mittelschwedische Örebro gilt als eine der Hochburgen für schwedische Islamisten, die sich dem Dschihad im Irak und Syrien anschließen. Nun machen Eltern von Terror-Reisenden gegen die Radikalisierung mobil.

In den vergangenen vier Jahren sind rund 20 junge Menschen, zumeist Männer, von Örebro aus in den Irak und nach Syrien gereist, um sich dort dem IS anzuschließen. Darunter auch Munas Sohn. Im Januar erfuhr sie von seinem Tod, erzählt sie im Schwedischen Rundfunk.

„Sein Freund schickte ein Foto von ihm. Die haben ein System dafür, wie sie Eltern vom Tod ihrer Kinder informieren."

Unterstützung und Prävention

„Sie" - das sind laut Muna, die ihren richtigen Namen nicht nennen möchte, die Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Denn sie will weiter glauben, dass ihr Sohn zum Helfen in den Bürgerkrieg gereist ist. Für die Polizei in Örebro gibt es unterdessen keinen Zweifel daran, dass sich die zwei Dutzend junger Menschen, die im vergangenen Jahr nach Syrien gefahren sind, einer der al-Qaida-inspirierten Milizen angeschlossen haben.

Nun ist Muna eine von mehreren Müttern, die sich gegen die Radikalisierung der jungen Männer auflehnen. „Wir wollen eine Gruppierung bilden, die zum einen betroffene Familienmitglieder unterstützt und zum anderen eine positive Kraft ausmacht, die Jugendliche davon abbringt, in den Krieg in Syrien zu ziehen."

Wie wichtig es ist, dass Angehörige jemanden haben, mit dem sie offen über die Dschihad-Reise eines Verwandten sprechen können, zeigt auch die am Montag eröffnete Helpline des Roten Kreuzes. Damit reagiert die Sonderbeauftragte gegen gewaltbereiten Extremismus auf einen großen Bedarf bei den Familien der schwedischen Islamisten. Denn wer sein Kind an die Islamisten verloren hat, gilt in den Augen vieler als mitverantwortlich und potenziell selbst gefährlich.

120 Dschihadisten allein aus Göteborg

Die Islamisten, die in den letzten Jahren aus Örebro aufgebrochen sind, bilden nur einen Bruchteil der schwedischen IS-Anhänger. Nach Belgien liegt Schweden in Europa auf Platz 2 beim „Dschihadisten-Export". Der Zeitung Göteborgsposten zufolge bringt Göteborg im Verhältnis zur Einwohnerzahl die meisten Extremisten hervor, die sich Organisationen wie Al-Qaida oder dem IS anschließen. Demnach stammen 120 der rund 300 schwedischen islamistischen Kämpfer, die dem Staatsschutz bekannt sind, aus der westschwedischen Metropole.

In Örebro nun versuchen die Eltern zu verhindern, dass andere Jugendliche es ihren eigenen Kindern nachtun und die persönliche Anerkennung bei der Terrormiliz in Syrien suchen. Gleichzeitig will der Zusammenschluss aus betroffenen Angehörigen Druck auf die Stadträte machen. Insbesondere im Problemviertel Vivalla lebten viele junge Menschen, die meisten von ihnen mit Migrationshintergrund, ohne Chance auf Erfolg in der Gesellschaft, meint Hirsi, die ebenfalls lieber anonym bleiben will.

„Die Jugendlichen wachsen in Arbeitslosigkeit und im sozialen Abseits auf. Das trägt dazu bei, dass man sich nicht als Teil der schwedischen Gesellschaft fühlt. Die Behörden kümmern sich zu viel um die, die nach Syrien reisen, aber zu wenig um die, die noch hier sind."

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