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Soziale Medien am Arbeitsplatz

Private Social Media im Dienst des Arbeitsgebers

Publicerat onsdag 30 december 2015 kl 14.47
„Darüber würde ich mal mit meinem Chef reden.”
(6:50 min)
Steffi Siegert an der Universität Stockholm warnt davor, dass die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit sich durch die Social Media weiter verwischen - udn das nicht nur in Schweden. Foto: Eva Dalin cc http://bit.ly/1PNHrcD
Steffi Siegert Foto: Eva Dalin cc http://bit.ly/1PNHrcD

Viele Chefs erwarten, dass ihre Mitarbeiter die eigenen Konten in den Social media, Facebook, Twitter, Linkedin, Instagram usw. benutzen, um Informationen über das Unternehmen zu verbreiten. Diese Einstellung kann große Auswirkungen für Angestellte und Unternehmen haben, sagt Steffi Siegert an der Universität Stockholm.

„Es kann sein, dass die Chefs indirekten Druck ausüben, indem sie sich mit den Mitarbeitern verlinken und beispielsweise Facebook-Freunde werden. Oder die Kollegen haben die unausgesprochene Erwartung, dass man auch nach Feierabend im Internet präsent ist.“

Steffi Siegert hat das Verhältnis zu den Social Media bei mehreren Nichtregierungsorganisationen in den skandinavischen Ländern und in Deutschland untersucht. Die Ergebnisse lassen sich jedoch gut auf große Unternehmen übertragen, betont sie.

Die Forscherin befürwortet neue Regeln am Arbeitsplatz und einen Dialog zwischen Arbeitgeber und -nehmer über eine angemessene Arbeitsteilung zwischen den Mitarbeitern.

In der Freizeit arbeiten

Engagement in den Social Media wird in Zukunft von mehr und mehr Berufsgruppen erwartet werden, prophezeit Steffi Siegert. Aber ein Arbeitgeber müsse sich auch darüber im Klaren sein, dass verschiedene Mitarbeiter ihre Arbeit auf unterschiedliche Art erledigen.

So reagieren die Arbeitnehmer

In der Studie wenden die Mitarbeiter ganz unterschiedliche Strategien an, um mit der Herausforderung, die Soziale Medien für sie darstellen, fertig zu werden. Steffi Siegert hat in ihrer Studie vier verschiedene Verhaltensweisen festgestellt:

  1. Menschen mit einer sehr offenen Strategie. Sie leben beispielsweise für die Nichtregierungsorganisation, für die sie arbeiten, und sie benutzen ihre persönlichen Kontaktnetze immer, um ihr zu dienen.
  2. Mitarbeiter, die über Arbeit und Arbeitgeber schreiben, damit die Unternehmen durch die Benutzung der privaten Konten mehr Reichweite bekommen. Dabei konzentrieren sie sich mehr auf die eigene Rolle im Unternehmen. Als Kommunikationsverantwortlicher hebt man zum Beispiel Dinge hervor, die mit diesen Arbeitsaufgaben zu tun haben. Das wirkt sich positiv auf den Arbeitgeber aus, da eine größere Reichweite erreicht wird. Gleichzeitig dient es auch dem Individuum, weil es seine Rolle verstärkt und das Netzwerk erweitert.
  3. Mitarbeiter erwähnen im privaten Konto ihre Arbeit und den Arbeitgeber. Sie konzentrieren sich jedoch auf ihre privaten Interessen.
  4. Eine Gruppe von Mitarbeitern lehnt es völlig ab, ihre privaten Konten und Profile in den Sozialen Medien für den Arbeitsplatz zu verwenden.

„Ein Arbeitgeber muss verstehen, dass es okay ist, wenn nicht alle das Gleiche machen und sich in den Social Media gleich verhalten. Als Arbeitgeber kann man dieses unterschiedliche Verhalten auch einsetzen, um den Mitarbeitern entsprechend verschiedene Rollen zuzuteilen“, betont Steffi Siegert. Ein Patentrezept gebe es nicht.

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