Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Radio Schweden Interview

„Für Schwedens Grenzkontrollen haben wir Verständnis“

Publicerat onsdag 18 november 2015 kl 18.27
Vollständiges Interview mit Thomas Oppermann (auf Deutsch)
(6:19 min)
Thomas Oppermann in Stockholm  (Foto: Hansjörg KIssel / Sveriges Radio)
Thomas Oppermann in Stockholm (Foto: Hansjörg KIssel / Sveriges Radio)

Die deutschen Sozialdemokraten suchen in der Flüchtlingskrise und nach den Terroranschlägen von Paris den Schulterschluss mit ihren schwedischen Kollegen.

Am Mittwoch besuchte der Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, unter anderem den schwedischen Migrationsminister Morgan Johansson und Innenminister Anders Ygeman. In einem Exklusiv-Interview sprach Radio Schweden mit Oppermann über Schwedens Grenzkontrollen, deutsch-schwedische Vorstöße in der Flüchtlingskrise und die Terrorismusbekämpfung.

 

Das vollständige Interview ist oben abrufbar

 

Bei den Gesprächen sei vor allem die Flüchtlingskrise diskutiert worden. Schweden sei ein sehr offenes Land, habe aber nun seine Grenzen erreicht. Und auch für Deutschland habe er eine ähnliche Einschätzung getroffen, so Oppermann. Deutschland, Schweden und Österreich, die in der EU die meisten Flüchtlinge aufnehmen, müssten hierbei eng zusammenarbeiten.

Bei den Gesprächen in Stockholm sei man sich einig geworden, dass einerseits die Integration der Flüchtlinge wichtig sei. Andererseits müsse sich die Zahl der Flüchtlinge verringern. Die Außengrenzen müssten sicher sein, um die Binnengrenzen in Europa offen halten zu können. Oppermann betonte, dass die Zusammenarbeit mit der Türkei hierbei eine große Rolle spielt. Es sei richtig, dass die EU nun bereit sei, die Türkei bei der Hantierung der Flüchtlingssituation im Land finanziell zu unterstützen. Die Türkei müsse ihrerseits die Grenze zur EU sichern. Der Fraktionsvorsitzende hob dabei hervor, dass dies nicht bedeuten solle, dass sich Europa damit abschotte.

Zu den Grenzkontrollen, die Schweden seit einer Woche durchführt, sagte Oppermann, dass er dafür Verständnis habe. Auch an der deutsch-österreichischen Grenze würden Kontrollen durchgeführt. Wenn Schweden Flüchtlinge, die keinen Asylantrag stellen wollten, zurückschicke, so entspreche dies dem geltenden Recht.

Eine Renationalisierung der Grenzen sei aber der Anfang vom Ende Europas, so Oppermann. Schweden und Deutschland seien ökonomisch, politisch und kulturell auf die europäische Zusammenarbeit angewiesen.  

Nach den Terrorangriffen in Paris gebe es zwischen Deutschland und Schweden große Einigkeit darüber, dass dem Islamischen Staat gemeinsam entschieden entgegengetreten werden müsse. Frankreich trage eine große Last bei der Terrorbekämpfung und müsse unterstützt werden. Dazu benötige es einen europäischen Schulterschluss, von Deutschland und Schweden werde dabei viel positiver Einfluss ausgeübt.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min Lista".