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Terrorismus

Erhöhte Terrorgefahr: Bewachung wird verschärft

Uppdaterat måndag 30 november 2015 kl 10.14
Publicerat torsdag 19 november 2015 kl 14.21
"Juden werden zur Zielscheibe"
(4:40 min)
Polizisten am Zentralbahnhof. Janerik Henriksson/TT
Polizisten am Zentralbahnhof von Stockholm . Janerik Henriksson/TT

Nach der Anhebung der Sicherheitsstufe aufgrund terroristischer Bedrohung in Schweden haben Polizei und Staatsschutz die Bewachung erhöht.

Unter besonderer Aufsicht stehen beispielsweise Knotenpunkte im allgemeinen Nahverkehr, Medienhäuser und Regierungsgebäude. Ein Sondereinsatzkommando hält sich bereit. Auch die schwedischen Streitkräfte haben ihre Sicherheitsstufe auf das nächste Niveau erhöht:

„Die Streitkräfte folgen dabei dem Staatsschutz, der am Mittwoch eine neue Sicherheitseinschätzung herausgegeben hat. Dies bezieht sich auf eine erhöhte terroristische Bedrohung“, so ein Sprecher der Streitkräfte im Schwedischen Rundfunk. Welche Maßnahmen die Streitkräfte genau ergreifen, wird aus Gründen der Geheimhaltung nicht bekannt gegeben. Die erhöhte Sicherheitslage werde keine Veränderungen für die Allgemeinheit mit sich führen, hieß es.

Sicherheitsstufe erhöht

Am Mittwochabend hatte der Staatsschutz Säpo wegen terroristischer Bedrohung zum ersten Mal die Sicherheitsstufe auf das Niveau Vier (Hoch) erhöht. Stufe Fünf ist das höchste Niveau auf der Skala und bedeutet, dass ein Terrorangriff unmittelbar bevorsteht.

Polizei und Säpo fahnden nach einem mutmaßlichen Terroristen. Zu seiner Identität gibt es offiziell noch keine Angaben. Mehrere Medien veröffentlichen aber am Donnerstag den Namen des Verdächtigen sowie der Polizei vorliegende Fahndungsbilder. Der Mann soll Mitglied der Terrororganisation IS und aus dem Irak und Syrien über Deutschland nach Schweden gekommen sein.

Mehrere Medien berichten übereinstimmend, dass der Verdächtige bei der Einreise nach Schweden von Überwachungskameras erfasst wurde und in Pläne über Terroranschläge in Europa verwickelt sei. Mittlerweile wird auch in Norwegen nach ihm gefahndet.

Jüdische Gemeinden schließen Einrichtungen

Seit Mittwochabend halten die jüdischen Gemeinden in Schweden ihre Einrichtungen teilweise geschlossen. Die Gemeinden folgten damit einer Empfehlung der Säpo, sagte die Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Schweden, Lena Posner-Köröszy:

„Sport- und Abendveranstaltungen sowie eine Jahresversammlung werden eingestellt. Tagsüber werden wir aber weiter geöffnet haben. Unser Sicherheitschef steht in ständigem Kontakt zu Polizei und Staatsschutz, wir folgen deren Richtlinien sehr genau. Die Juden in Schweden und in der Welt leben unter ständiger Bedrohung. Das gehört zu unserem Alltag. Für Dschihadisten, die aus Syrien zurückkehren, sind Juden eine Zielscheibe.“

Deutliche Polizeipräsenz in Stockholm

Die verstärkte Polizeipräsenz war am Donnerstagmorgen in Stockholm deutlich zu spüren . Polizisten patrouillierten durch Bahnhöfe und U-Bahnen. Am Zentralbahnhof von Stockholm war zur Stoßzeit am frühen Morgen deutlich weniger Betrieb als gewöhnlich. Viele Berufspendler vermieden den Hauptbahnhof und wählten alternative Anfahrtswege zu ihren Arbeitsplätzen.

„Manche Plätze bewachen wir rund um die Ihr, andere halten wir verstärkt im Auge“, sagte der Leiter der Nationalen Polizeieinheit NOA, Mats Löfving. „Wir haben bereits im Voraus festgelegt, welche Objekte in so einer Situation geschützt werden müssen.“

Schwierige Personallage bei der Polizei

Für die schwedische Polizei sind die verstärkten Kontrollen eine weitere Belastung in einer bereits angestrengten Personallage. Die Polizeigewerkschaft hat von der Polizeiführung mehr Zuschüsse und eine klare Vorgabe darüber, welche Arbeitsbereiche zur Seite gelegt werden sollen, gefordert. Vor einer Woche hatte Schweden in Folge des Flüchtlingsstroms nach Skandinavien die Kontrollen an den Grenzen verstärkt. Zusätzlich 100 Polizeibeamte sind an den Kontrollpunkten vor allem in West- und Südschweden eingesetzt Worden.

„Noch schaffen wir es“, so Löfving. „Aber ich muss zugeben, die Lage ist angespannt. Wir haben eine verstärkte Bewachung der Asylunterkünfte nach einer Serie von Bränden. Wir überwachen verstärkt die Grenzen, und nun müssen wir die Terrorbekämpfung intensivieren. Ob ein Bereich der Polizeiarbeit weniger Priorität erhalten muss, werden wir prüfen. Es kommt auch stark darauf an, wie lange die Sicherheitsstufe erhöht bleibt und wie die Fahndung nach dem mutmaßlichen Terroristen verläuft.“

Wie lange die Sicherheitsstufe auf Niveau Vier liegen wird, könne noch nicht gesagt werden, sagte Kjell Wikström vom Staatsschutz Säpo:

„In Anbetracht der jetzigen Lage müssen wir uns darauf einstellen, dass wir eine gewisse Zeit damit leben müssen.“

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