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#familjutomlands

Pflege von Angehörigen im Ausland kompliziert

Publicerat måndag 23 november 2015 kl 10.05
"Bei einem Nein hätte ich wohl gekündigt"
(2:55 min)
Anhöriga som hjälper eller vårdar en närstående som bor i ett annat land är en växande. Foto.Talib Yass/SR
Zur Pflege einer Angehörigen ins Ausland zu fahren, ist kostspielig. (Foto: Talib Yass/Sveriges Radio)

Wer einen Angehörigen im Ausland pflegen will oder muss, hat in Schweden schlechte Karten. Es gibt weder finanzielle Unterstützung, noch sind Arbeitgeber verpflichtet, dem Arbeitnehmer freizugeben. Ein handfestes Problem für viele Menschen in Schweden.

Solange der Pflegebedürftige und der Pflegende in Schweden versichert sind, ist das Problem gleich viel kleiner: Bei schwereren Krankheitsfällen sehen viele Tarifverträge vor, dass man bis zu zehn Tage freinehmen darf. Ist der Angehörige sterbenskrank, bezahlt die staatliche Versicherungskasse ein Pflegegeld, während der Arbeitnehmer freibekommt. Dies ist immerhin bis zu 100 Tage möglich.

Auch auf kommunaler Ebene kann man sich Hilfe suchen. Wenn man etwa neben seiner normalen Erwerbstätigkeit einen dementen oder behinderten Angehörigen pflegt, gibt es die Möglichkeit, dass die Kommune bei der Pflege entlastet.

Kreativität ist gefragt 

Nur: Ist man selbst als Arbeitnehmer zwar in Schweden versichert, der Angehörige aber nicht, ist Kreativität gefragt. 

Anne Rentzsch, langjährige Journalistin bei Radio Schweden, musste sich im vergangenen Jahr kurzfristig freinehmen. Bei der Operation ihrer in Berlin lebenden Mutter hatte es erhebliche Komplikationen gegeben, die 87-Jährige war über Nacht zum Pflegefall geworden und brauchte dringend Betreuung – und zwar rund um die Uhr. 

„Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich sehr froh über die Reaktion der Kollegen war, dass ihr mir sofort alle mögliche Hilfe angeboten habt“, erzählt Anne Rentzsch. „Dann ging alles auch recht schnell. Ich habe mich als erstes an die Redaktionsleiterin gewendet, die sehr aufgeschlossen war und ihrerseits gleich mit unserem Chef von Radio Schweden/Radio Sweden gesprochen hat. Und er hat mir dann auch sehr schnell freigegeben.“ 

Frage: Und wenn unser Chef Nein gesagt hätte? 

„Dann hätte ich erwägen müssen, eine Kündigung einzureichen, denn ich war zunächst mal ganz entschlossen, in Deutschland zu bleiben“, so die klare Antwort. 

Die Kündigung konnte zum Glück ausbleiben. Die von der Leitung angebotenen Möglichkeiten waren annehmbar. 

„Entweder hätte ich ein paar Wochen Urlaub nehmen können oder mich eben ein halbes oder ein ganzes Jahr freistellen lassen können – und da habe ich mich von vornherein für ein halbes Jahr entschieden.“ 

Genau gerechnet

So wusste Anne Rentzsch genau, wie sie ohne Einkommen kalkulieren musste. „Ich habe das natürlich überlegen müssen, wusste aber zum Glück von Verwandten und Freunden, dass sie mich unterstützen würden. Außerdem wusste ich, dass ich ein bisschen nebenher arbeiten würde, etwa mit Übersetzungen, und das habe ich dann auch abends und nachts gemacht. Ich hatte also überschlagen, dass ich es geradeso hinbekommen kann.“ 

Ihre Freistellung verlängern musste Anne Rentzsch nicht, denn ihre Mutter erholte sich langsam, aber sicher, und ist inzwischen wieder zu ihrem selbständigen Leben als rüstige Rentnerin zurückgekehrt.

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