Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Verdächtiger festgenommen

Terrorpläne zielten auf Stockholm

Uppdaterat måndag 30 november 2015 kl 10.20
Publicerat fredag 20 november 2015 kl 13.22
Staatsanwalt: "Zielort Stockholm"; Innenminister: "Terrorwarnung bleibt"
(3:24 min)
In diesm Haus geschah die Festnahme Foto Olov Antonsson/SR.
1 av 2
In diesem Haus fand die Festnahme statt. Foto Olov Antonsson/SR.
Anders Ygeman: SVT
2 av 2
Innenminister Anders Ygeman Foto: SVT

Der am Donnerstagabend festgenommene mutmaßliche Terrorist plante offenbar einen Anschlag in Stockholm.

Am Freitagmittag wurde ein Pflichtverteidiger für den Festgenommenen bestellt. Im Zusammenhang damit wurde auch der Name des Verdächtigen in eine andere Schreibweise korrigiert. In einem Schreiben der Staatsanwaltschaft, das dem Schwedischen Rundfunk vorliegt, wird der im Irak gebürtige 22-Jährige beschuldigt, ein Attentat in Schwedens Hauptstadt vorbereitet zu haben.

Der zuständige Staatsanwalt, Hans Ihrman sagte: „Er wird verdächtigt, einen Terroranschlag vorbereitet zu haben. Unsere Einschätzung ist, dass der Zielort Stockholm sein sollte". Andere Orte seien jedoch auch möglich, genau könne darauf nicht eingegangen werden, so Ihrman im Schwedischen Rundfunk. Als Zeitpunkt für das geplante Attentat wird der Herbst diesen Jahres vermutet, genauere Hinweise liegen offenbar nicht vor. Ihrman machte zudem erneut deutlich, das bislang lediglich von einem Anfangsverdacht ausgegangen werde. Alles weitere müssen die Verhöre der nächsten Tage ergeben.

Polizei sucht weitere Verdächtige

Eine Sprecherin des Staatschutzes Säpo sagte der Nachrichtenagentur TT auf Anfrage, weitere Festnahmen seien "nicht auzuschließen". Das Boulevardblatt Expressen zitierte Verteidigungsminister Peter Hultqvist mit der Aussage, Schweden jage "weitere mutmaßliche Terroristen". Gegenüber TT wollte sich Hultqvist sich zu dieser Aussage nicht näher äußern.

Sicherheitsstufe bleibt

Innenminister Anders Ygeman betonte auf dem Weg zum EU-Innenministertreffen, es bestehe nach der Festnahme noch kein Grund, Entwarnung zu geben. „Die Entscheidung zur Erhöhung der Sicherheitsstufe baute auf mehreren Informationen auf. Man wog die geheimdienstlichen Erkenntnisse insgesamt ab, bezog die Ereignisse in Paris, sowie Informationen über diese konkrete Person ein. Wir sind natürlich erleichtert, dass der Verdächtige festgenommen wurde, aber die Terrorwarnung bleibt weiter bestehen.“

Undramatische Festnahme in 1.500-Seelen-Dorf

Der Mann war am Donnerstagabend von Polizei und Staatsschutz in einer Asylbewerberunterkunft in dem Dorf Boliden in der nördlichen Provinz Västerbotten festgenommen worden. Sieben weitere Personen wurden zum Verhör einvernommen. Gegen sie liegen bislang keine Anschuldigungen vor. Der Festgenommene soll Medienberichten zufolge über Syrien und Deutschland nach Schweden gekommen sein.

Den Hinweis auf mögliche Terrorpläne hatten Schwedens Sicherheitsbehörden von mehreren ausländischen Geheimdiensten erhalten, die beunruhigende Regelmäßigkeiten in verschlüsselter Internetkommunikation ausgemacht hatten.

Seit September in Boliden

Die Einwanderungsbehörde bestätigte bislang nicht, ob ein Asylantrag des Mannes vorliegt. Jedoch habe er seit September in der Asylunterkunft in Boliden gewohnt, gaben ortsangestellte Mitarbeiter der Behörde an. Dies sei den Mitarbeitern der Behörde jedoch erst jetzt zur Kenntnis gekommen. Die Unterkunft besteht aus einzelnen Wohnungen ohne Personal. Offenbar hatte ein Bewohner dem Mann Unterkunft gewährt, so wurde auf einer Pressekonferenz der Ortspolizei in Skellefteå und der Kommune bekannt.

Der Staatsschutz hat die Bevölkerung über die Medien aufgefordert, sich an die Polizei zu wenden, sofern man in den vergangenen Wochen Beobachtungen über den Aufenthalt des Festgenommenen gemacht hat.

Wo sich der Verhaftete befindet, ist derzeit nicht bekannt. Nach der Festnahme im 1.500-Seelen-Dorf Boliden wurde er wahrscheinlich zunächst in den Zentralort Skellefteå gebracht. Dort war Freitagvormittag das Polizeihaus weiträumig abgesperrt. Polizeimitarbeiter, die den Dienst antreten, müssen sich ausweisen und werden von schwer bewaffneten Kollegen leibesvisitiert.

 


 

 

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".