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#familjutomlands

Freistellung für Pflege im Ausland kostet

Publicerat tisdag 24 november 2015 kl 10.09
„Nicht auszudenken, wenn es ihr schlecht geht, und ich wohne in Schweden!“
(3:33 min)
Vårdpersonal hjälper en äldre människa som ligger till sängs.
Foto: Henrik Montgomery/TT

Wissenschaftler und Organisationen empfehlen Regeln und Vorschriften für die Pflege von kranken Angehörigen im Ausland.

Wilo Abdule hat 25 Jahre in Schweden gelebt. Vor Kurzem sah sie sich veranlasst, nach Somalia zurückzukehren, um ihre Mutter zu pflegen.

„Ich werde einfach nicht mit meiner eigenen Besorgnis fertig. Was kann Mutti nicht alles passieren, wenn ich nicht bei ihr bin? Wenn sie krank wird, wenn sie hinfällt… Nicht auszudenken, wenn ein Anruf kommt, dass es ihr schlecht geht und ich, ich wohne in Schweden! Deshalb musste ich mich dafür entscheiden, bei ihr zu sein. Nun kann ich mich mit eigenen Augen von ihrem Zustand überzeugen. Und falls ihr etwas zustößt, bin ich sofort da und kann mich um sie kümmern.“

Nach einer Studie der Behörde für Gesundheit und Soziales kümmert sich ungefähr jeder Fünfte in Schweden regelmäßig um einen Angehörigen, pflegt einen chronisch kranken Lebenskameraden, einen dementen Elternteil oder ein Kind mit Behinderung.

Undeutliche Statistik

Darüber, wie viele Menschen in Schweden Angehörige im Ausland pflegen, gibt es jedoch keine Statistik. Die Wissenschaftlerin Ann-Britt Sander hat in einer Studie zumindest festgestellt, dass viele Menschen in ständiger Sorge über Familienmitglieder im Ausland sind. Sander arbeitet an Universität Stockholm und beim Schwedischen Kompetenzzentrum für Angehörige (Nationellt kompetenscentrum anhöriga). 

Ihrer Ansicht nach werden die Leistungen von Menschen, die Angehörige pflegen, in Schweden nicht genügend gewürdigt.

Familienpflegezeit

Schweden hat eine Reihe von Gesetzen, die Beschäftigen Rechte bei der Pflege von nahen Angehörigen im Inland einräumen. So zahlt die Krankenkasse in bestimmten Fällen beispielsweise ein Pflegeunterstützungsgeld aus, und Arbeitnehmer haben das Recht, sich frei zu nehmen. Aber diese Gesetze gelten nur für Pflegefälle innerhalb Schwedens.

Wer einem Familienmitglied außerhalb Schwedens beisteht, braucht eigene Lösungen, sagt Ann-Britt Sander:

„Soweit ich weiß, versuchen viele kurzfristige Engpässe mit Hilfe von Nachbarn, Freunden und Bekannten zu lösen. Oder man stellt eine Pflegerin an. Das kommt ganz auf das Gesundheitssystem des Landes an, in dem die Pflegebedürftigen leben. Teilweise entstehen da hohe Kosten.“

Der Schwedische Verein der Angehörigen (Anhörigas riksförbund) versucht die Bedingungen von Familienmitgliedern zu verbessern. Die Organisation möchte, Arbeitgebern die angestrengte Lage pflegender Mitarbeiter bewusst machen. Schließlich sind die meisten, die sich um kranke Angehörige kümmern, Beschäftigte, stellt die Vorsitzende des Vereins, Ann-Marie Högberg, fest.

Moderne Arbeitgeber

„Wir erwarten von einem modernen Arbeitgeber, dass er berücksichtigt, dass viele Mitarbeiter Eltern sind und Verantwortung für ihre Kinder tragen. Genauso muss klar sein, dass sehr viele Mitarbeiter auch die Verantwortung für andere pflegebedürftige Familienmitglieder tragen und sich aktiv um sie kümmern.“

Ein besonderes Wachstum der Gruppe Angehöriger mit ausländischem Hintergrund habe ihr Verein noch nicht festgestellt, räumt Högberg ein. Aber sie vermutet, dass diese Entwicklung nicht mehr lange auf sich warten lässt.

„In Schweden leben ja viele Menschen, die als Erwachsene hergekommen sind und deren Familienmitglieder in den Heimatländern werden ja auch zunehmend älter.“

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