Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Neuer Vorschlag

Wissenszentren gegen Extremismus

Publicerat torsdag 26 november 2015 kl 10.31
Photo: Maja Suslin / TT
Mona Sahlin ist die von der Regierung eingesetzte Koordinatorin in der Arbeit gegen gewaltbereiten Extremismus (Foto: Maja Suslin / TT)

Mit Wissenszentren in Stockholm, Göteborg, Borlänge und Örebro soll dem gewaltbereiten Extremismus in Schweden begegnet werden. Die von der Regierung eingesetzte Koordinatorin Mona Sahlin präsentierte am Donnerstag ein Projekt, in dem in diesen Häusern die entsprechenden Kompetenzen gesammelt werden.

Die Experten dort sollen dann schnell handeln können, wenn Tendenzen der Radikalisierung bekannt werden.

Schweden ist gemessen an seiner Einwohnerzahl mit offiziell knapp 300 Dschihad-Reisenden offenbar eines der Länder, wo der IS am häufigsten junge Leute rekrutiert. Auch im rechtsextremen Milieu nimmt die Gewaltbereitschaft anscheinend zu. Die von der Regierung eingesetzte Koordinatorin Mona Sahlin will jetzt diesem Problem zunächst in Stockholm, Göteborg, Borlänge und Örebro begegnen:

„Zusammen mit diesen vier Städten wollen wir diese Wissenszentren aufbauen. Dort wird alles, was relevant sein kann, für die vorbeugende Arbeit gesammelt.“

Hilflosigkeit bisher

Es geht darum, eingreifen zu können, wenn sich etwa besorgte Eltern an die Behörden wenden, weil beispielsweise ihr Sohn sich auf den Weg nach Syrien machen will, um dort für den IS zu kämpfen. Sahlin hat in vielen Fällen bisher nur Hilflosigkeit feststellen müssen, weil niemand kompetent genug war, um mit diesem Problem umzugehen. Die Wissenszentren werden auf unterschiedliche Weise geleitet, so Sahlin. Das Ziel sei aber dasselbe.

„Das sieht in den verschiedenen Städten unterschiedlich aus, wer die Verantwortung trägt. Wichtig für die Bürger und für die, die dort arbeiten, ist, dass die Kompetenzen vorhanden sind. Sonst verliert man ja nur Zeit und Information, wenn man von einer Stelle zur anderen geschickt wird. So hat das nämlich bisher oft ausgesehen.“

Malmö nicht dabei

Sie sei geschockt gewesen, wie nachlässig viele Städte und Kommunen an dieses Thema herangegangen seien, so Sahlin. So wird sich auch Malmö nicht an dem Pilotprojekt beteiligen. Dort habe man das Problem bisher nicht ernst genommen.

Sahlin setzt ihre Hoffnung jetzt auf die vier erwähnten Städte und dass sie richtungsweisende Beispiele werden: „Es muss etwas geschehen. Die vier Städte werden Modellbeispiele für ganz Schweden, wie man schnell effektiv und vorbeugend arbeitet.“

Orientiert hat sich Sahlin an Beispielen in den Niederlanden und Dänemark. Im dänischen Aarhus etwa hat man bereits 2007 damit begonnen, die Radikalisierung von jungen Leuten zu bekämpfen. Dort arbeiten Polizei, Sozialdienste, Schulen und islamische Gemeinden zusammen.

Imam hat geholfen

Sahlin berichtet von einem Beispiel in Schweden, wo es einem Imam gelungen war, einen jungen Mann davon zu überzeugen, dass er in Syrien nicht zum Märtyrer werden, sondern im Meer der Tränen seiner Mutter ertrinken werde.

Wichtig sei, dass alle zusammenarbeiten. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Arbeit. Junge Menschen, die einen Arbeitsplatz haben, sind für Radikalisierung weit weniger empfänglich.

Wo genau die Wissenszentren stehen werden ist noch nicht geklärt. Sie sollen jedoch in den Stadteilen liegen, wo die Probleme am größten sind. Schon im Januar sollen sie eröffnet werden.

 

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".