Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Asylpolitik

Flüchtlinge mit Gummiboot über die Ostsee

Publicerat onsdag 2 december 2015 kl 09.08
"Logische Folge der Grenzkontrollen"
(2:44 min)
Seerettung Öresund
Die Überquerung der Ostsee ist bei schlechter Wetterlage tückisch (Foto: Johan Nilsson / TT)

Mit einem Gummiboot sollen Flüchtlinge die Ostsee überquert und die schwedische Küste erreicht haben.

Schweden hatte im November Grenzkontrollen eingeführt, seitdem versuchen immer mehr Flüchtlinge, heimlich nach Skandinavien zu gelangen. Dies schreibt die Polizei in einem internen Bericht an das Justizministerium, meldet die Zeitung Dagens Nyheter am Mittwoch.

Der Leiter der schwedischen Grenzpolizei, Patrik Engström, bestätigt im Schwedischen Rundfunk, dass Ermittlungen in dem Fall laufen. „Ich kann so viel sagen, dass die Angaben von einer nicht-polizeilichen Quelle stammen. Mit Rücksicht auf die Ermittlungen können wir derzeit nicht mehr Details veröffentlichen. Wir halten die Informationen über Flüchtlinge, die mit einem Gummiboot nach Schweden gekommen sein sollen, aber für korrekt“, so Engström.

Bei Skillinge in Skåne

Andere Polizeieinheiten konnten am Mittwochvormittag nicht die Angaben über Bootsflüchtlinge an Schwedens Südküste bestätigen. Weder die Küstenwache, noch die Gesellschaft für Seenotrettung oder die Polizeieinheit von Südschweden haben Angaben dazu erhalten. Die Informationen gehen auf einen internen Bericht der Polizei zurück, der Dagens Nyheter in Teilen vorliegt. Demnach sollen fünf Personen bei der Ortschaft Skillinge in Skåne die schwedische Küste in einem Gummiboot erreicht haben. Laut dem Bericht soll es sich dabei um Flüchtlinge gehandelt haben.

Sollten die Angaben stimmen, so wäre dies laut Patrik Engström von der Grenzpolizei das erste Mal seit den 1990er Jahren, dass Flüchtlinge den Seeweg nach Schweden nehmen. Damals hätten Flüchtlinge aus Osteuropa versucht, in kleineren Wasserfahrzeugen über die Ostsee zu gelangen. Wie riskant die Überquerung ist, komme ganz auf die Seetauglichkeit eines Gummibootes an, so Engström. In jedem Fall sei der Wasserweg im Winter gefährlicher als die Überquerungen auf der Öresundbrücke.

Folge der Grenzkontrollen

Dass nun mehr Flüchtlinge versuchen, versteckt nach Skandinavien zu gelangen, sei laut Engström eine logische Konsequenz der Passkontrollen, die seit Mitte November an den schwedischen Grenzen durchgeführt werden:

„Verstärkt man Grenzkontrollen, so entsteht eine größere Nachfrage nach Schleppern. Dies kann man im Mittelmeer ebenso wie in anderen Teilen der Welt beobachten. Und dies gilt natürlich auch für den Ostseeraum. Wir waren uns bewusst, dass diese Entwicklung eintreffen könnte.“

Transitflüchtlinge betroffen

In dem internen Polizeibericht an das Justizministerium wird laut Dagens Nyheter auch erwähnt, dass immer mehr Flüchtlinge versuchen, versteckt in Autos über die Grenze zu gelangen. Dabei handle es sich vor allem um Flüchtlinge, die nicht in Schweden Asyl beantragen wollen, sagte Jarl Holmström von der Polizei von Südschweden gegenüber der Zeitung.

In den vergangenen Monaten hatten Asylsuchende immer wieder Schweden lediglich als Transitland genutzt, um Asylanträge schließlich in Finnland oder Norwegen zu stellen.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min Lista".