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Flüchtlingskrise

Sorge vor möglicher Schließung der Öresundsbrücke

Publicerat måndag 7 december 2015 kl 14.30
"Das muss man sich mal für Stockholm vorstellen!"
(3:18 min)
Ett Öresundståg vid perrongen.
Warten auf den Zug - bald auch dank verschärfter Ausweiskontrollen (Foto: TT)

Eine Schließung der Öresundsbrücke zwischen Dänemark und Schweden wäre eine enorme Belastung - wirtschaftlich und für die Tausenden Pendler. Der Vorschlag der rot-grünen Regierung, im Notfall den Flüchtlingsstrom einzudämmen, stößt in der betroffenen Region auf erhebliche Kritik.

Einmal mehr Signalpolitik, meint die südschwedische Handelskammer. Und noch wichtiger: Läge die Brücke näher an Stockholm, wäre so ein Vorschlag undenkbar gewesen, sagt der stellvertretende Handelskammer-Chef Per Tryding im Schwedischen Fernsehen. Eine Meinung, die viele in der Region teilen, so etwa Johan Wessman vom deutsch-schwedischen Öresundsinstitut.

In Stockholm undenkbar

Er erklärte im Schwedischen Rundfunk: „Das muss man sich mal für Stockholm vorstellen: 100.000 betroffene Reisen jeden Tag. Die Reaktionen möchte ich sehen."

Die Kosten für einen Tag geschlossene Brücke: Rund 100 Millionen Euro, vor allem durch ausgefallene Exporteinnahmen. 1.200 Laster fahren zurzeit täglich über die Brücke.

Vergangene Woche stellte Rot-Grün die neuen Vorschläge vor, die es der Regierung in einer akuten Situation erlauben sollen, Wege über die Grenze zu erschweren und sogar bis zu einem Monat komplett zu schließen. Wie genau so eine akute Situation aussieht, wollte Infrastrukturministerin Anna Johansson nicht sagen.

„Wenn die Polizei entscheidet, dass die allgemeine Ordnung oder die innere Sicherheit aufgrund des Verkehrs über die Öresundsbrücke nicht gewährleistet sind, hat die Regierung mit der Gesetzesänderung die Möglichkeit, schnell eine entsprechende Entscheidung zu fällen. Wir hoffen natürlich, dass es nicht soweit kommt."

Umständliche Kontrollen am Flughafen Kastrup

Nachdem Mitte November mehr als 10.000 Flüchtlinge pro Woche nach Schweden eingereist sind, führte die Regierung zunächst innere Grenzkontrollen und Ausweiskontrollen an Bord der Fähren nach Schweden ein. Inzwischen ist die Zahl der registrierten Asylsuchenden auf 5.700 pro Woche gesunken. Doch noch immer sind dies historisch hohe Zahlen.

Die neuen Vorschläge sehen auch verschärfte Ausweiskontrollen von Zugreisenden auf der Strecke zwischen der dänischen Hauptstadt und der südschwedischen Stadt Malmö vor. Die Haftung übernehmen die zuständigen Transportunternehmen, in diesem Fall die dänische Bahn. Für die Reisenden bedeutet das: Aussteigen am Flughafen Kastrup, Ausweiskontrolle, warten auf den nächsten Zug. Eine Strecke, die normalerweise eine halbe Stunde dauert, wird sich künftig um mindestens 40 Minuten verlängern, befürchtet Linus Eriksson, Verkehrschef der Regionalbahn Skånetrafiken in Südschweden.

„Man kann die Kontrollen nicht im Zug durchführen, weil man dafür den Zug anhalten muss. Rein logistisch funktioniert das in Kastrup nicht."

Lange Wartezeiten sind also programmiert. Deborah Lindström, die in Kopenhagen wohnt, aber in Malmö studiert, graust es schon jetzt, erzählt sie im Schwedischen Rundfunk: „Klar mache ich mir Sorgen, weil das schon ziemlich stark den Alltag beeinflusst. Man muss eine Stunde früher raus und vermutlich bleibt mir nichts anderes übrig, als ab und zu bei Freunden in Malmö zu übernachten."

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