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(Publicerat idag kl 15.15)
Interview mit SMHI-Experten

Wetter-Kapriolen passen ins Bild der Klimaveränderungen

Publicerat tisdag 8 december 2015 kl 13.42
"Die statistische Verteilung wird sich hin zu mehr Wärme verschieben"
(6:22 min)
Översvämning vid Flodamotet i Floda. Foto: Tomas Claesson
Überschwemmungen wie hier in Floda bei Göteborg werden wohl häufiger (Foto: Tomas Claesson/SR)

Der Winter zeigt sich momentan von seiner unberechenbarsten Seite. Vor wenigen Tagen hatten weite Teile Schwedens wie etwa in Stockholm zum Teil höhere Temperaturen als an Mittsommer. Der Westen Schwedens muss mit Überschwemmungen und Regenfällen kämpfen. Ist das ein Anzeichen für den Klimawandel?

Das Rossby Centre vom Schwedischen Meteorologischen und Hydrographischen Institut (SMHI) beschäftigt sich mit Klimasimulationen. Ralf Döscher ist technischer Leiter dort und er hört diese Frage nicht zum ersten Mal.

Immer wenn so etwas vorkomme, laufen beim SMHI solche Fragen ein. Es gebe aber keine technische Möglichkeit, dies zu belegen. „Was wir aber sagen können, ist dass es ins Bild passt“, so Döscher im Interview mit Radio Schweden.

Ungewöhnliche Wärme

Die Welt werde wärmer und 2015 wird vermutlich das wärmste Jahr der Klimaufzeichnungen. Ein Ereignis mit einer starken warmen Strömung aus Südwesten passe dann ins Bild. Die Wärme sie ungewöhnlich gewesen.

 Das SMHI hat sich mit den Folgen des Klimawandels beschäftigt und als erstes in Europa auch detaillierte Klimasimulationen durchgerechnet. Dabei wurden verschiedene Szenarien mit Temperaturerhöhungen zwischen zwei und sechs Grad durchgespielt. Dabei sei man von unterschiedlichen Emissionen von Treibhausgasen ausgegangen, so Döscher.

„In den nächsten 40 Jahren werden wir in Schweden kalte und warme Winter haben. Aber die statistische Verteilung wird sich ändern und wir werden eine höhere Anzahl von warmen Wintern sehen“, sagt Ralf Döscher.

Kühle Episoden möglich

Es könnte aber auch kalte Episoden geben, da sich die Stabilität einer Windströmung aus der Arktis abschwäche. Das könne dazu führen, dass der Luftaustausch mit der Arktis intensiviert werden könne.

Außerdem gebe es auch Erwartungen von Hitzeperioden. So werde die Zahl der warmen Tage steigen.  Die Wasserstände in Flüssen würden sich erhöhen und es müsse mit mehr extremen Überflutungen vor allem in Südschweden gerechnet werden. Die statistische Verteilung dieser Ereignisse werde sich hin zu wärmeren Wetterlagen verschieben, so Döscher.

Mehr Niederschlag

Darüber hinaus müsse in Schweden mit einer Erhöhung der Regenmenge von 30 bis 50 Prozent gerechnet werden, da man davon ausgeht, dass in Nordeuropa die Niederschläge zunehmen werden. Südeuropa müsse dagegen mit häufigeren Dürreperioden rechnen.

Viele Branchen wie etwa Landwirtschaft und Tourismus sind vom Wetter sehr abhängig. In den Kontakten mit SMHI zeige sich aber, dass viele Branchen davon ausgehen, kurzfristig auf Änderungen reagieren zu können, erzählt Ralf Döscher.

Das SMHI liefert die Analysen an verschiedene Abnehmer. Jeder müsse für sich selbst und seinen Bereich die entsprechenden Schlüsse daraus ziehen. Bei Bereichen wie etwa der Städteplanung, sähe es SMHI allerdings gerne, dass auf die Szenarien Rücksicht genommen werde.

Schweden hofft auf den Klimagipfel

Beim Klimagipfel in Paris herrscht vorsichtiger Optimismus, dass ein Abkommen gelingen könnte. Für Schweden sei es von hohem Interesse, dass die globalen Emissionen gesenkt werden, meint der SMHI-Experte. Schweden werde dazu auch beitragen. Döscher weist auf die Wasserkraft in Schweden hin, die für rund die Hälfte der Stromerzeugung sorgt. Zudem würden erneuerbare Energien ausgebaut.

Die Emissionen Schwedens liegen pro Kopf gerechnet sehr niedrig im Vergleich zum übrigen Europa, führt Döscher an. Schweden sehe sich daher in einer gewissen Vorbildrolle.

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