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Weihnachten

Fleisch für den Familienfrieden

Publicerat torsdag 17 december 2015 kl 08.52
Altgediente Klassiker auf den Weihnachtstisch
(2:51 min)
Julbord. Foto: Robin Haldert/TT
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Julbord Foto: Robin Haldert/TT
Julbord Livesmedelsföretagen Photo: Erik Fau/SR
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Julbord Livesmedelsföretagen Photo: Erik Fau/SR

Wenn es ans Weihnachtsessen geht, bleiben die Schweden konventionell.

Jedes Jahr vor den Feiertagen stellt der Verband des Schwedischen Lebensmittelhandels kulinarische Festtagstrends vor. Auch in diesem Jahr stehen die traditionellen Fleisch- und Fischgerichte im Mittelpunkt. Eine Veränderung kann der Lebensmittelhandel aber beobachten: Bio-Fleisch steht auch an Weihnachten höher im Kurs.

„Es gibt mittlerweile mehr Verbraucher, die lieber ein bisschen weniger Fleisch kaufen, und das übrige Geld für höhere Qualität ausgeben wollen“, so die Leiterin des Schwedischen Lebensmittelhandels (Livsmedelsföretagen), Marie Söderqvist, und schiebt sich eine typisch schwedische Weihnachtswurst, eine „Julkorv“ in den Mund: „Diese hat sehr hohen Fleischanteil und weihnachtliche Geschmäcke wie Orange und Kardamom. Lecker! Viel Fleisch, keine vetarische Alternative.“

Keine Experimente

Ein gelungenes Weihnachtsessen ist für fast alle Schweden gleichzusetzen mit einem gelungenen Heiligen Abend. 90 Prozent geben dies jedenfalls in einer Umfrage des Lebensmittelverbandes an. Dem Familienfrieden zuliebe lassen die Weihnachtsköche lieber die Finger von kulinarischen Experimenten. Auf den „Julbord“, also den Weihnachtstisch, kommen in den allermeisten schwedischen Haushalten unverändert die altgedienten Klassiker.

Weihnachtsschinken und Prinzenwurst, Fleischbällchen und Gewürzbrot. In Senf eingelegter Hering und der Kartoffel-Anchovis-Auflauf „Jansons Frestelse“. Kalter Lax, Weihnachtssüßigkeiten und gewürztes Bier.

Warnungen der WHO

Vegetarische und vegane Alternativen stehen im Grunde für jedes der klassischen Gerichte zur Verfügung. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte in diesem Jahr eine umfassende Kampagne über die gesundheitlichen Risiken des Fleischkonsums gestartet. Auf der Weltklimakonferenz in Paris steht auch die Fleischindustrie im Fokus, die weltweit für den Ausstoß von einem Fünftel aller Treibhausgase verantwortlich ist.

Wenn es zum Frohen Fest kommt, stoßen solche aktuellen Warnungen bei den Verbrauchern aber nicht auf Gehör. Fast 80 Prozent geben an, nichts an der Fleischtafel zu Weihnachten verändern zu wollen. Immerhin fast die Hälfte wählt Waren, die regionalproduziert aus Schweden kommen. Bei den Weihnachtsköchen in der Altersklasse zwischen 18 und 39 Jahren greift fast die Hälfte zu Fleischwaren mit Fairtrade- und Umwelt-Label.

Auch mehr Bio-Fisch

Laut Marie Söderqvist von Livsmedelsföretagen stellt der Bio-Trend die größte Veränderung am Weihnachtstisch der letzten Jahre dar. Als der Lebensmittelhandel vor vier Jahren noch die Festschmaus-Trends vorgestellte, hatten Bioprodukte so gut wie keine Rolle gespielt.

Auch beim Fisch mache sich diese Entwicklung bemerkbar, so Söderqvist:

„Hier vor mir auf dem Teller habe ich Schwedens erstes Lutfisk-Gericht mit MSC-Label. Und dies ist kein gezüchteter Fisch. Er wurde wild und nach strengen Vorgaben gefangen.“

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