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Sicherheitspolitik

Neuplanung des Wehrapparates angepeilt

Publicerat fredag 11 december 2015 kl 13.32
"Höheres Krisenbewusstsein in der Bevölkerung"
(2:38 min)
Militärübung Baltops 2015. Foto: Sveriges Radio/Malin Rimfors
Militärübung Baltops 2015. Foto: Sveriges Radio/Malin Rimfors

Nach 20 Jahren Planungsstillstand soll die Gesamtverteidigung Schwedens wieder neu belebt werden.

Die militärische und zivile Landesverteidigung ist nach Ende des Kalten Krieges zu großen Teilen abgewickelt worden. Verteidigungsminister Peter Hultqvist hat nun Planungsarbeiten für einen neuen Wehrapparat in die Wege geleitet.

Bis Sommer nächsten Jahres sollen die Streitkräfte und die Behörde für Katastrophenbereitschaft (MSB) der Regierung einen Vorschlag für eine neue Organisation der territorialen Landesverteidigung unterbreiten. Gegenüber der Zeitung Svenska Dagbladet sagte Verteidigungsminister Peter Hultqvist, dies umfasse sowohl zivile als auch militärische Verteidigung. Früher habe Schweden über einen übergreifenden Apparat aus privaten Unternehmen, Behörden, Kommunen und Streitkräften verfügt. Wie eine neue solche Organisation aussehen könne, wolle die Regierung nun prüfen lassen, so Hultqvist.

Kriegsszenarien entwerfen

Als Ausgangspunkt für eine neue Gesamtverteidigung sollen verschiedene Angriffs- und Kriegsszenarien in Schweden entworfen werden. Davon ausgehend werde die Regierung ab Juni 2016 planen können, wie dieser neue Wehrapparat aussehen solle, so Hultqvist. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Behörden und zivile Kräfte die Streitkräfte im Krisenfall unterstützen können.

Seit 2010 ist die allgemeine Wehrpflicht in Schweden ausgesetzt. Sogenannte Räte der Streitkräfte, die nun vielerorts im Land entstehen, sollen neue Wege finden, wie die Gesellschaft in die Gesamtverteidigung miteinbezogen werden kann. Die Regierungspräsidentin von Halland, Lena Sommestad, erklärt den Hintergrund dieser Räte:

„Wir müssen in der Gesellschaft die junge Generation erreichen und erzählen, was die Streitkräfte tun und warum wir diese heute brauchen. Gleichzeitig müssen wir bei Menschen, die Militärdienst geleistet haben, Interesse wecken, dass sie ihre Kompetenzen in der zivilen Verteidigung einsetzen.“

Krisenbereitschaft abgewickelt

Anfang der 1980er Jahre umfasste die Gesamtverteidigung Schwedens noch 2,8 Millionen Mitglieder. Seit Ende des Kalten Krieges hat das Land Personal und Material rigoros zurückgefahren. Öl- und Lebensmittelreserven für den Krisenfall sind kaum vorhanden . Transportwege, Kommunikation sowie die Medikamenten- und Gesundheitsversorgung würden im Ernstfall mehr oder weniger umgehend zusammenbrechen.

„Die Regierung hat deutlich gemacht, dass wir künftig mehr an der Gesamtverteidigung arbeiten müssen“, so Lena Sommestad. „In der gesamten Bevölkerung muss das Bewusstsein darüber, was in einer Krisensituation zu tun ist, erhöht werden.“

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