Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Grenzkontrollen

Flüchtlingskrise: Schwedens Zöllner wollen sich bewaffnen

Publicerat måndag 14 december 2015 kl 11.38
"Wollen Dienstwaffen wie Polizisten"
(2:47 min)
Ausweiskontrolle, Flüchtlinge  Foto: Stig-Åke Jönsson/TT
Wer keinen Ausweis hat, kann Asyl beantragen (Foto: Stig-Åke Jönsson/TT)

Im Zuge der Flüchtlingskrise sollen Zollbeamte künftig bei Ausweiskontrollen helfen. Nun verlangen sie die Ausstattung mit Schusswaffen.

Schutzbeauftragte der Zollbehörde befürchten, dass die Beamten bei Passkontrollen in gefahrvolle Situationen geraten könnten und sich verteidigen müssen. Die Leitung der Zollbehörde sieht bislang aber keinen Grund, warum sich ihre Angestellten bewaffnen sollen, wie Lars Kristoffersson von der Behörde im Schwedischen Rundfunk sagt.

„Wir haben von Polizei und Staatsschutz Informationen darüber eingeholt, welche Bedrohungslage bei den inneren Grenzkontrollen vorliegt. Wir haben keine Hinweise darauf erhalten, dass bei diesen Aufgaben konkrete Bedrohungen bestehen. Es gab bislang keine Vorkommnisse, die durch eine Dienstwaffe hätten gelöst werden können. Auch ist es nicht so, dass alle Zollangestellten Schusswaffen tragen wollen. Es ist eine schwere Abwägung“, so Lars Kristoffersson von der Leitung der Zollbehörde.

Ausweiskontrollen in Häfen

Im Zuge der Flüchtlingssituation hat Schwedens Regierung die Wiedereinführung routinemäßiger Ausweiskontrollen an den Grenzen beschlossen. Weil die Polizei bei dieser zusätzlichen Aufgabe an ihre Belastungsgrenzen stößt, sollen nun Zollangestellte im Außendienst bei den Ausweiskontrollen einspringen. Vor allem in den Ankunftshäfen der Deutschlandfähren in Trelleborg, Helsingborg und Göteborg sowie an der Öresundsbrücke sollen die Zöllner künftig Polizeiarbeit leisten.

Schutzbeauftrage bei der Zollbehörde fürchten nun um die Sicherheit der Angestellten, sollte es während der Ausweiskontrollen zu Konflikten kommen.

Schusswaffen wie Polizisten

„Die Schutzausrüstung, die wir heute anwenden dürfen, reicht bei diesen Aufgaben nicht mehr aus“, so der Schutzbeauftragte der Zollbehörde in Helsingborg, Marcel Gabara. „Unsere Arbeitssituation wird mit den Grenzkontrollen immer angestrengter. Gleichzeitig liegt das Sicherheitsniveau in Schweden nach wie vor auf erhöhter Stufe. Polizisten tragen bei ihrer Arbeit Dienstwaffen. Wenn wir nun auch polizeiliche Aufgaben übernehmen, sollten wir dieselben Möglichkeiten bekommen, uns zu schützen.“

Zollbeamte dürfen nur in Ausnahmefällen Schusswaffen tragen, etwa bei gefährlichen Hausdurchsuchungen im Drogenmilieu. Schlagstock und Pfefferspray gehören ansonsten zur üblichen Sicherheitsausrüstung der Beamten.

Stopp der Kontrollen erwogen

Nachdem die Leitung der Zollbehörde ihren Angestellten untersagt hat, Schusswaffen zu tragen, haben sich die Schutzbeauftragten nun an die Behörde für Arbeitsschutz gewandt. Sollte auch diese den Zöllnern die Dienstwaffe verweigern, wird ein sogenannter Schutzstopp erwogen, so Gabara. Im Klartext würde dies bedeuten, dass die Zöllner die Ausweiskontrollen nicht durchführen:

„Wir müssen für die Sicherheit der Angestellten sorgen. Ist diese nicht gewährleistet, so müssen wir die Tätigkeit stoppen.“

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".