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Politischer Mord

18 Jahre Gefängnis wegen Mordversuchs an Regimekritiker

Publicerat tisdag 15 december 2015 kl 11.28
Von hinten in den Kopf geschossen
(1:32 min)
Photo: Marcus Ericsson / TT
Gerichtsverhandlung in Östersund (Foto: Marcus Ericsson / TT )

Wegen Mordversuches an dem usbekischen Regimekritiker Obid Nazarov hat ein schwedisches Gericht eine 18-jährige Gefängnisstrafe verhängt.

DNA-Spuren, Zeugenaussagen und Telefonate binden den verdächtigen 37-jährigen Usbeken an die Tat, so die Urteilsbegründung des Amtsgerichts von Östersund.

Der Imam Obid Nazarov galt als führender Kritiker des Regimes von Islam Karimov in Usbekistan. Die schwedische Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die usbekische Regierung als Auftraggeber hinter dem Attentat auf Nazarov steht. In dem Urteil vom Dienstag heißt es: „Verschiedene Umstände sprechen dafür, dass der usbekische Staat in den Mordversuch verwickelt ist.“

2006 hatte Nazarov Asyl in Schweden erhalten. Im Februar 2012 wurde er im Treppenaufgang seines Hauses in Strömsund in Nordschweden in den Hinterkopf geschossen. Nazarov überlebte mit schweren Hirnschäden und wird heute an einem geheimen Ort gepflegt.

Das Urteil wurde von zahlreichen Exil-Usbeken mit großem Interesse verfolgt. Der Fall beleuchte die Krise der Menschenrechte in Usbekistan, die sich auch auf andere Länder ausbreite und selbst in einer kleinen schwedischen Stadt die Sicherheit bedrohe, sagte ein Mitglied von Human Rights Watch zur Nachrichtenagentur TT.

Der Angeklagte war im August von Russland an Schweden ausgeliefert worden. Laut eigener Aussage sei er unschuldig am Mordversuch an Nazarov, gibt aber zu, diesen wegen Geldschulden aufgesucht zu haben. Gegen das Urteil wird Berufung eingelegt.

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