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Polarforschung für daheim

Live dabei im ewigen Eis

Publicerat tisdag 15 december 2015 kl 14.36
Was macht eigentlich die Oden gerade?
(4:22 min)
Im Polarforschungsportal lässt sich schwedische Polarforschung nun ganz einfach nachvollziehen (Foto: Liv Heidbüchel/Radio Schweden)
Eva Grönlund und Ida Kinner, Macherinnen des Polarforschungsportals (Foto: Liv Heidbüchel/Sveriges Radio)

Arktis und Antarktis – das sind wohl eher die unnahbaren Reiseziele. Wie es im ewigen Eis aussieht und was schwedische Forschungsexpeditionen dort untersuchen, lässt sich jetzt ganz leicht im Netz verfolgen – im Polarforschungsportal nämlich.

Eva Grönlund klickt sich durch die neue Seite und spielt einen Film ab, der erklärt, wie schwedische Forscher Sedimentkerne vom Meeresboden nahe des Petermann-Gletschers im Nordwesten Grönlands holen und was sich daran zeigen lässt. Die Pressesprecherin des Polarforschungssekretariats, das zum Schwedischen Schifffahrtsamt gehört, ist unverkennbar stolz auf das Portal, das die schwedische Forschung im ewigen Eis nun für Jedermann erlebbar machen soll. 

„Es macht Spaß mit den bewegten Bildern, das ist ja auch das Wichtigste bei den sozialen Medien. Damit werden wir unser Portal noch viel mehr füllen“, verspricht Eva Grönlund. 

Keine Drucksachen mehr 

„Wir haben früher immer ein Jahrbuch mit Forschungsberichten herausgegeben, das mehrfach ausgezeichnet worden ist und wirklich gut ankam. Dann haben wir eingesehen, dass wir ein unglaubliches Archiv mit Berichten über Expeditionen der vergangenen 30 Jahre haben, und das machen wir nun auf eine ganz neue Art der Öffentlichkeit zugänglich.“ 

Am Konzept mitgearbeitet und es letztlich technisch umgesetzt hat Online-Redakteurin Ida Kinner. „Mir gefallen die Bilder und die Blogeinträge am besten“, erzählt sie Radio Schweden. „Der Leser kann so die ganze Zeit dabei sein. Das ergibt eine andere Tiefe und man kann die Forschung viel besser nachvollziehen, wenn man die tagtägliche Arbeit bei einer Expedition mitverfolgt. Und schließlich schreiben die Wissenschaftler ja noch ihre Forschungsberichte, so dass man auch erfährt, was eine Expedition gebracht hat.“ 

Von wegen trockene Forschungsberichte 

Die Seite ist verständlich aufgebaut: Man wählt zwischen Arktis oder Antarktis, kann Zeiträume aussuchen, die Plattform, also das entsprechende Forschungsschiff, oder eine spezielle Expedition. In drei verschiedenen Farben sind die Stationen markiert, wo ein Schiff aus Schweden oder mit Schweden an Bord Halt gemacht hat. Wenn es rot blinkt, ist die Expedition in vollem Gange und es gibt täglich neue atemberaubende Fotos und Blogeinträge. 

„Viele Forscher sehen das sehr positiv, denn es ist ja Teil ihrer Stellenbeschreibung, ihre wissenschaftliche Arbeit öffentlich zu machen“, betont Webdesignerin Kinner. „Die meisten sind richtig gut darin, anschaulich über ihre Forschung zu schreiben. Durch ihre Feldberichte versteht man, wie das Kleine mit dem großen Ganzen zusammenhängt. Hier zum Beispiel, bei der Expedition zu den Südlichen Shetland-Inseln haben Björn Ohlsson und Jonas Bonnedahl Vogelkacke gesammelt und anhand dessen untersucht, ob Zugvögel zur Verbreitung von Antibiotikaresistenz beitragen. Oder bei der Untersuchung von Sediment kann man Rückschlüsse darauf ziehen, wie die Gletscher früher ausgesehen haben. All das lässt sich durch die Blogs genau verfolgen.“ 

Vorbild Schweden  

Erste Auswertungen, wer die Seite tatsächlich nutzt, gibt es noch keine. Sie wendet sich jedoch an alle Interessierten und auch solche, die die Polarforschung erst noch für sich entdecken wollen, und ist so geschrieben, dass auch Schüler der Mittelstufe mit den Informationen zurechtkommen. Einige Monate hat das Design in Anspruch genommen; viel Arbeit, aber, wie das Ergebnis zeigt, nicht unmöglich. Umso erstaunlicher, dass andere verantwortliche Institutionen längst nicht so weit mit ihrer Eismeerforschung zum quasi live Miterleben sind, meint Ida Kinner. 

„Für das Portal haben wir bei Institutionen anderer Länder nach Vorbildern gesucht, aber vielerorts hinkt man technisch noch ziemlich hinterher. Wir haben so viel positives Feedback bekommen und hoffen jetzt, dass sich viele durch unsere Arbeit inspirieren lassen und ihre Forschung auch besser präsentieren wollen.“

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