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Katholizismus in Schweden

Seeligsprechung für Elisabeth Hesselblad

Publicerat måndag 10 april 2000 kl 13.26
Porträtt av Elisabeth Hesselblad Foto: TT/AP/HO
Elisabeth Hesselblad (Foto: TT/AP/HO)

Vor mehr als sechshundert Jahren bekam Schweden seine erste und bis jetzt einzige Heilige. Aber nun scheint der Weg für eine zweite katholische Heilige aus dem erz-protestantischen Schweden geebnet. Im Rahmen einer Messe auf dem Petersplatz in Rom am Sonntag, sprach Papst Johannes Paul der Zweite die schwedische Nonne Elisabeth Hesselblad selig:

Etwa 200.000 Gläubige waren anwesend, als Elisabeth Hesselblad in Rom seliggesprochen wurde. Mehrere hundert von ihnen waren eigens aus Schweden angereist, um an der Messe teilzunehmen.
12 Jahre hat es bis zur Seligsprechung von Mutter Elsiabeth gedauert. Wenn man die zeitliche Ewigkeitsperspektive der katholischen Kirche in Betracht zieht, ist das schnelle Arbeit.
Für eine solche Seeligsprechung ist ein Wunder erforderlich.


In diesem Fall handelte es sich um eine schwerkranke Nonne des Birgittinerinnen-Ordens, die Mutter Elisabeth um Heilung bat und sogleich gesund wurde, ohne dass die plötzliche Genesung bisher medizinisch erklärt werden konnte.

Elisabeth Hesselblad wurde 1870 in dem kleinen Ort Fåglavik in Västergötland geboren. Sie stammte aus einfachen Verhältnissen und wurde schon früh tief religiös. Mit 17 wanderte Elisabeth nach Amerika aus, und arbeitete dort als Krankenschwester. Mit 32 konvertierte sie zum Katholizismus und zog zwei Jahre später nach Rom um.

Elisabeth Hesselblad gründete einen eigen Zweig des schwedischen Birgittinerinnen-Orderns der heute insgesamt 36 Klöster hat. Elisabeth Hesselblad starb1957 und wurde in Rom beigesetzt.
Sie kaufte auch das Haus, in dem die heilige Birgitta Jahrhunderte zuvor in Rom gewohnt hatte. Birgitta ist also Schwedens bislang einzige Heilige, sie wurde 1391 kanonisiert und ist seit dem ersten Oktober vergangenen Jahres eine der europäischen Schutzheiligen.


Eine weitere Person aus Schweden, die angebetet werden kann, bedeutet für die kleine katholische Kirche in Schweden viel, glaubt Bischof William Kenny.

"Ich glaube, der Papst hat eingesehen, dass man Leute braucht, mit denen man sich identifizieren kann. Eben gerade dass es sich um eine Schwedin handelt, die vermutlichen gedacht und gefühlt hat, wie die meisten Menschen hier. Das ist wichtig."
Nun darf Mutter Elsiabet lokal in beispielsweise einem Stift oder einer Gemeinde angebetet werden. In der katholischen Domkirche zu Stockholm wurde am Wochenende eine Reliquie aus einem Knochenstück von Mutter Elisabeth plaziert.
Aber um eine HELIGE zu werden, die man auf der ganzen Welt anbeten kann, genügt das noch nicht.

"Wenn noch ein weiteres Wunder geschieht, gibt es die Möglcihkeit, dass Elisabeth heilig gesprochen wird", sagt Schwester Ida von den Birgittinerinnen.

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