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Nach Schulattentat in Trollhättan

Schulen diskutieren Sicherheit

Publicerat onsdag 16 december 2015 kl 14.36
"Das Wichtigste sind klare Besucherregeln"
(3:32 min)
An der Kronan-Schule im westschwedischen Trollhättan hatte es im Oktober ein Attentat gegeben - seitdem diskutieren Schwedens Schulen die Sicherheit an ihren Institutionen (Foto: Björn Larsson Rosvall / TT)
Die Kronan-Schule, an der das Schulattentat geschah, ist wegen ihren offenen Türen kritisiert worden (Foto: Björn Larsson Rosvall / TT)

Was geht vor: Offenheit oder Sicherheit? Seit dem Terror-Attentat an einer Schule im westschwedischen Trollhättan vor zwei Monaten ist das Thema Sicherheit an Schulen ein großes Thema. Einfache Antworten gibt es nicht.

An der Trädgårdsstadsskolan in Botkyrka, einem Vorort im Süden Stockholms, sind die Eingangstüren schon lange dicht. Wer ins Gebäude hinein will, muss klingeln. Die Hintereingänge sind nicht abgeschlossen, aber dort halten die Lehrer Aufsicht. Als die Schule vor einem Jahr diese Sicherheitsvorkehrungen traf, gab es noch jede Menge Kritik. Seit Trollhättan ist das anders, erklärt Hausmeister Mohammed Musa im Schwedischen Rundfunk. 

„Ich habe hier eine eigene Fernbedienung zum Öffnen der Tür. Vorher haben sich viele über die geschlossenen Türen beschwert. Nach dem Schulattentat haben die Kritiker ihre Meinung geändert.“ 

Nachbessern 

Lars-Göran Jacobsson ist Rektor des Adolf-Fredrik-Musikgymnasiums in der Stockholmer Innenstadt. Keiner der Eingänge führt direkt an eine Rezeption oder ins Sekretariat. Der Reporter des Schwedischen Rundfunks konnte sich unbehelligt eine Stunde lang in der Schule aufhalten. Rektor Jacobsson sieht sich darin bestärkt, dass seine Schule in Sachen Sicherheit nachbessern muss. 

„Wir müssen wohl die Eingangstüren verschließen. Zum Beispiel könnte jeder Schüler einen elektronischen Schlüssel bekommen, den man hochhält und dann geht die Tür auf.“ 

Neuntklässlerin Rebecka Ryd sieht den geschlossenen Türen mit gemischten Gefühlen entgegen. „Am liebsten wäre mir, wenn man das gar nicht bräuchte, sondern dass sich auch so alle sicher fühlen könnten und dass nichts Schlimmes passiert. Aber nach Trollhättan finde ich es gut, dass die Schule die Sicherheitsfragen ernst nimmt und was tut.“ 

Freier Zutritt 

Nicht nur in die Schule von Lars-Göran Jacobsson kam der Journalist problemlos hinein: Bei der Hälfte von insgesamt 76 besuchten Schulen konnten die Rundfunkreporter mindestens zehn Minuten auf dem Schulgelände verbringen, ohne vom Personal angesprochen zu werden. Bei jeder dritten Schule blieben die Unbefugten sogar eine halbe Stunde ungestört. 

Tatsächlich ist es an jedem einzelnen Rektor zu entscheiden, welche Sicherheitsroutinen an der jeweiligen Schule gelten sollen - immer abhängig von der Lage und dem Bau der Schule, betont Hugo Wester, Unterrichtsberater bei der Nationalen Bildungsagentur Skolverket.

„Wenn es an einer Schule eine gewisse Besorgnis gibt, sollte man diese Besorgnis gemeinsam diskutieren. Es könnten sich dann zum Beispiel mehr Erwachsene in den Fluren und auf dem Schulhof zeigen. Im Grunde hängt aber alles daran, dass klare Regeln gelten, wie mit Besuchern umzugehen ist. Denn die Schule ist kein öffentlicher Platz.“ 

Überwachung ist nicht alles 

Nach der Schwertattacke in der Kronan-Schule in Trollhättan, bei der der Täter drei Menschen tötete, gingen bei der Behörde unzählige Anfragen ein, wie sich die Schulen besser vor Angreifern schützen können. Doch die Anschaffung technischer Überwachungsgegenstände ist nicht nur ein Segen, meint Hugo Wester gegenüber Radio Schweden. 

„Kann man sich vor einem so extremen Ereignis überhaupt schützen? Und welche Nachteile bringt es, wenn man die Außenhülle der Institution mit Hilfe von Wachen oder Metalldetektoren verstärkt? Mit solchen Mitteln signalisiert man ja gleichzeitig Unsicherheit und dass man das Umfeld für gefährlich hält.“

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