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Gastronomie

Neuer Ruhm für altgedientes Restaurant

Publicerat måndag 28 december 2015 kl 09.00
"Jetzt kann nichts mehr schiefgehen"
(3:39 min)

Das Restaurant im Stockholmer Bahnhof Östra Station ist in die internationale Promi-Klasse aufgestiegen: Das schwergewichtige britische Blatt „The Guardian" kürte es zu einem der besten europäischen Eisenbahn-Restaurants. Das Lob sichert der traditionsreichen Gaststätte nichts Geringeres als das Überleben. Besitzerin Berit Wahlgren haute der Bescheid fast um.

„Ich dachte, ich fall' in Ohnmacht! Ich hab mich dermaßen gefreut, dass ich anfangen musste zu heulen - gleichzeitig war es ein Gefühl, wie man es eben hat, wenn man von einer riesengroßen Freude überrascht wird."

Seit 1932 empfängt das Restaurant seine Gäste oberhalb der Wartehalle an der Anfangs- beziehungsweise Endstation der „Roslags-Bahn". Seit dem öffentlichen Lob durch den „Guardian" sind nahezu jeden Tag alle Tische ausgebucht. Dergleichen hat Berit Wahlgren noch nie erlebt. Sie und ihr Personal kennen zwar Höhen, mit Tiefen sind sie aber mindestens ebenso gut vertraut. Wegen höherer Mieten und geringerer Einnahmen hat Berit Wahlgren ihr Haus verkaufen müssen; nur dank dem Notkredit von einem Stammgast konnte sie zunächst Schlimmstes verhindern. Im vergangenen Sommer dann die Schließung des Bahnhofs zwecks Gleisbauarbeiten - ohne Reisende werde es auch keine Restaurantgäste mehr geben, fürchtete die Chefin. Doch der neuerlangte Ruhm brachte die Rettung.


Die Klassiker sind Trumpf


„Es kommen eine Menge Leute", freut sich Berit Wahlgren. „Der Umsatz hat sich verdoppelt." Ansonsten ist im Restaurant vieles geblieben, wie es war. Zum Beispiel die Einrichtung. Sie ist noch dieselbe wie anno dazumal in den 1930-er Jahren, abgesehen von einer Glaswand, die in den 1950-ern als Voraussetzung für den Weinausschank eingebaut wurde. Jeder soll sich hier wohl und heimisch fühlen, betont Berit Wahlgren; zu diesem „Heimatgefühl" sollen Einrichtung, Essen und Personal gleichermaßen beitragen. Viele der Angestellten sind denn auch schon eine ganze Reihe an Jahren dabei. Tradition ist Trumpf in dem Unternehmen, das seit 1935 als Familienbetrieb geführt wird und das Berit Wahlgren 1983 von einer Tante übernahm. Heute sind sowohl Tochter als auch Enkel mit von der Partie, wenn - auch dies seit anno dazumal - den Klassikern der schwedischen Hausmannskost gehuldigt wird. „Das sind gebratener Salzhering mir Zwiebelsoße, Scholle mit Kartoffelbrei, Fleischklößchen mit Sahnesoße und Preiselbeeren, Kartoffelpuffer mit Speck und gebratener Speck mit Zwiebelsoße", zählt die Restaurantleiterin die „Renner" auf. „Auf diese Gerichte können wir niemals verzichten, ihretwegen kommen die Leute ja her. Sicher, sie essen hier und da auch was anderes, aber beim Gros geht es schon um Hausmannskost."

Mehr Personal

Die Arbeitswoche von Berit Wahlgren ist 70 Stunden lang; im Laufe von 32 Arbeitsjahren hat sie insgesamt gerade mal 17 Wochen Urlaub gehabt. Doch jetzt plant sie, mehr Personal einzustellen und sogar die eigene Arbeitszeit ein wenig einzuschränken. In die Zukunft blickt sie optimistisch. „Ich bin super-fit und wir bleiben dran. Man weiß ja nicht, die Dinge können sich auch wieder ändern - aber im Moment fühlt es sich so an, als kann jetzt gar nichts mehr schiefgehen."

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