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Stockholm glitzert

Mission: Weihnachtsbeleuchtung

Publicerat måndag 21 december 2015 kl 10.00
"Wir haben eine präzise Strategie"
(6:39 min)
Foto: Anne Rentzsch
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Eine Lichterkette hier, ein Weihnachtsbaum da: Dergleichen Stückwerk ist nicht genug für Stockholm, das sich seit einigen Jahren weltweit als „Hauptstadt Skandinaviens" vermarket. Die weihnachtliche Aufrüstung der City geht man generalstabsmäßig an. Tierische Sympathieträger wie Elche und Rene dürfen dabei nicht fehlen.

Am Sergels Torg im Herzen der City traben sie einträchtig hintereinander: Vater, Mutter und Junior Elch, jeweils in Übergröße und aus Hunderten weißen Lämpchen gemacht. Eine ganze „Herde" stolzer Artgenossen, diesmal in Warmgelb, ist gegenüber dem Nationaltheater Dramaten in Augenschein zu nehmen. Und vor dem altehrwürdigen Gebäude Norra Latin in der Nähe vom Hötorget verharren zwei Rene in Betrachtung eines Nadelbaums.

Präzise Strategie

„Wir haben eine sehr genaue Planung, eine präzise Strategie, wie die Weihnachtsbeleuchtung in die jeweilige Straße passt und wie sie sich in den übergreifenden Gedanken von Stockholmsjul einfügt", sagt Per Eriksson. „Stockholmsjul"-Stockholmer Weihnachten - ist der Name des Projekts, das ein „traditionelles schwedisches Weihnachten" widerspiegeln soll. Per Eiksson ist Projektleiter. Als Chef des gemeinnützigen Vereins „City i Samverkan", etwa: „Zusammenarbeit in der City", dem unter anderem die Stadt und Stockholmer Unternehmen angehören, führt er das Zepter bei der Entscheidung darüber, welche Elche, Rene, Kugeln und Sterne die Stockholmer und ihre Gäste in die rechte Feststimmung versetzen sollen. „Ein wichtiges Ziel ist natürlich, mehr Besucher in die Stockholmer City zu locken", betont Per Eriksson.

Alles in einer Hand

Zu Beginn des Jahrzehnts beschloss Stockholm, die Anziehungskraft der City in der düsteren Winterzeit mit attraktivem Weihnachtslicht gezielt zu steigern. Seit 2011 vergibt man die Verantwortung für das Gesamtkonzept jeweils für drei Jahre an ein Beleuchtungsunternehmen, das sich im Wettbewerb um die Gunst von Per Eriksson und seinen Mitstreitern durchsetzt. Derzeit liefert und montiert eine schwedisch-österreichische Firma Elche, Rene und Co. „Der gesamte Entwurf von einem einzigen Lieferanten - das ist weitaus kosteneffektiver, und vor allem wird es so für uns leichter, das übergreifende Konzept so zu gestalten, wie wir es wollen", sagt Per Eriksson. "Früher waren in der City jeweils gerade mal sieben, acht Straßen irgendwie weihnachtlich beleuchtet - in recht unterschiedlicher Qualität. Dank des strategischen Herangehens konnten wir uns dann schnell auf 30 Straßen und Plätze steigern."

Flinke Huftiere

Und das Lichtermeer expandiert: In diesem Jahr können weihnachtsfreudige Besucher bereits auf 35 Straßen und Plätzen lustwandeln. Goldene Tannenzapfen in der Umgebung des Stureplan, riesige rote Weihnachtskugeln über der Vasagatan, Schneekristalle am Hötorget und versteckte Wichtel hier und da gehören zur Ausstattung. Besonders stolz ist Per Eriksson auf die Norrbro, die zum Königlichen Schloss führt: „Die Laternenpfähle haben wir mit Beleuchtung drapiert, die so etwas wie Champagnergläser darstellt - jeweils mit Kronen obendrauf. Das wirkt so richtig elegant, flott - und royal."

In der feierlichen Eröffnungszeremonie für das diesjährige „Stockholmsjul" wurden am 21. November sämtliche Lichter gleichzeitig zum Leuchten gebracht. Die Montage lief ab Oktober. Der Elch-Aufbau war eine vergleichsweise leichte Sache: „Sie sind so konstruiert, dass man sie ziemlich schnell zusammenbauen kann. Sie kommen in Teilen hier an und werden dann im Laufe einer Nacht vor Ort montiert. An dem einen Tag sind sie noch nicht da, und am nächsten stehen sie schon."

Elche nur für Stockholm

Zumal über die Elche als Hauptattraktion wacht man eifersüchtig bei „Stockholmsjul". „Mehrere Städte in Schweden haben sich bei uns gemeldet", erzählt Per Eriksson, „sie wollten wissen, wer denn der Lieferant wäre, und so weiter. Wir haben daraufhin gesagt: Es gibt doch fürwahr viele andere Tiere, die man ebenso in ein Konzept einbetten kann! Also, die Elche wollen wir gern für uns behalten. Natürlich können wir Nachahmung niemandem verbieten, aber es ist doch schön, wenn verschiedene Städte ihre jeweils eigenen Symbole haben."

Energie-smartes Glitzern

Die insgesamt rund 700.000 Lichter kosten pro Tag 747 Kronen, also gerade mal knapp 80 Euro, betont die Stadt Stockholm stolz auf ihrer Website. Zwar sei die Anschaffung der LED-Beleuchtung finanziell nicht ohne, räumt Per Eriksson ein. Aber: „Man nehme nur die Drottninggatan als Beispiel. Mit dem Wechsel von traditioneller zu neuer LED-Beleuchtung haben wir dort an die 70 Prozent Energie gespart, und so ähnlich sieht es auch auf anderen Straßen aus. Die Stromversorgung ist für uns ja auch eine ganz praktische Frage. Mit der neuen, energiesparenden Beleuchtung wird vieles einfacher. Man kann mehr Lichterquellen koppeln. Früher musste man sie separieren, heute kann man eine Riesen-Lichterkette an einen einzigen 10-Ampere-Schalter anschließen."

Wer das weihnachtliche Stockholm als Gesamt-Konzept in Augenschein nehmen will, muss sich sputen: Ab 6. Januar wird abmontiert.

Anne Rentzsch

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